Bild folgtKI-generierte IllustrationCynoglossum officinale
Auch bekannt als: Gewöhnliche Hundszunge, cynoglosse officinale
14
Arten
interagieren
17
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Echte Hundszunge durch ihre mattroten bis violetten Blüten und die weich behaarten, silbrig-grünen Blätter auf. Du erkennst sie zudem an ihren klettartigen Früchten, die wie kleine Zungen geformt sind. Für den Naturgarten ist sie eine echte Bereicherung, da sie als wichtige Nahrungspflanze für die Raupen des Schönbären (Callimorpha dominula) und des Braunen Bären (Arctia caja) dient. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, hilfst du mit ihrer Ansiedlung aktiv dabei, eine schwindende Art zu erhalten. Wenn du einen sonnigen Platz mit gutem Boden hast, wird sie dich nicht enttäuschen.
Samtiges Laub und wertvolle Kinderstube für den prachtvollen Schönbären.
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Nach aktuellen Beobachtungen ist die Echte Hundszunge eine exzellente Raupenfutterpflanze. Besonders profitiert der prachtvolle Schönbär (Callimorpha dominula), aber auch die Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) finden hier wichtige Nahrung. Weiterhin nutzen die Putris-Erdeule (Axylia putris) und die Eule Orthosia opima diese Pflanze zur Entwicklung. Während der Blütezeit von Mai bis Juli ist sie eine zuverlässige Nektarquelle für verschiedene Wildbienen. Die charakteristischen Klettsamen werden durch Tiere verbreitet, dienen im Winter aber auch als Strukturgeber in der ausgeräumten Gartenlandschaft.
Bitte beachte, dass die Echte Hundszunge in allen Teilen giftig ist und daher als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält Alkaloide, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sind. Trage beim Hantieren mit der Pflanze idealerweise Handschuhe, da die feine Behaarung bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Damit die Echte Hundszunge prächtig gedeiht, solltest du ihr einen vollsonnigen Platz im Garten geben. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen nährstoffreichen, eher schweren und tiefgründigen Boden.
Standort: Trocken und warm, ideal sind Plätze vor Mauern oder an sonnigen Böschungen.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Da sie zweijährig ist, blüht sie erst im zweiten Standjahr und stirbt danach ab.
Vermehrung: Lass die Samen im Spätsommer ausreifen; sie versamt sich meist von selbst über ihre Klettsamen.
Rückschnitt: Warte mit dem Rückschnitt bis zum Frühjahr, da die vertrockneten Triebe Insekten Schutz bieten.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Wegwarte (Cichorium intybus). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und bieten eine zeitlich versetzte, ökologisch wertvolle Blüte.
Die Echte Hundszunge (Cynoglossum officinale) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist in Mitteleuropa als Archäophyt – eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde – weit verbreitet. Sie wächst zweijährig und bildet im ersten Jahr eine bodennahe Rosette aus lanzettlichen Blättern. Typisch sind die fünfzähligen Blüten mit Schlundschuppen (Ausstülpungen am Blüteneingang), die den Nektar schützen. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst trockene Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen) und Waldränder.
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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