
Anethum graveolens
Auch bekannt als: Dillkraut, Dillöl, Dille, Gurkenkraut
33
Arten
interagieren
60
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen fein gefiederten, fadenartigen Blättern und dem intensiven, würzigen Duft lässt sich Dill (Anethum graveolens) sofort erkennen. Im Naturgarten ist er weit mehr als ein Küchenkraut, da er als eine der wichtigsten Kinderstuben für den prachtvollen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) schätzen die offenen Blütendolden sehr. Wenn du ihn im Garten hast, förderst du gezielt die Artenvielfalt auf kleinem Raum. Schau doch mal genauer hin, ob du die bunten Raupen an den filigranen Stängeln entdeckst.
Kinderstube für den Schwalbenschwanz: Ein Muss auf genau 0,72 m Höhe.
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Diese Pflanze ist eine ökologische Schlüsselart für spezialisierte Insekten. Besonders Schwebfliegen wie die Wander-Schwebfliege (Eupeodes corollae) oder die Mondfleck-Schwebfliege (Eupeodes latifasciatus) profitieren von dem leicht zugänglichen Nektar. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Gebuchtete Maskenbiene (Hylaeus gibbus) sind regelmäßige Gäste. Von herausragender Bedeutung ist der Dill für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon), dessen Raupen sich fast ausschließlich von solchen Doldenblütlern ernähren. Sogar Feldwespen (Polistes) finden sich zur Nahrungssuche ein. Die leichten Samen bieten zudem eine natürliche Nahrungsquelle für Kleinvögel im Herbst.
Obwohl Dill ein bekanntes Küchenkraut ist, wird er in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der Verwechslungsgefahr für Laien mit anderen, giftigen Doldenblütlern in der freien Natur. Im Falle von Unsicherheiten oder Verzehr unbekannter Pflanzenteile kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.725 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 7: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Feuchtewert 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, verträgt aber keine Staunässe.
Nährstoffwert 6: Als Mittelzehrer benötigt er einen Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt.
Pflanzzeit Frühling: Säe von März bis Mai direkt ins Beet, da die Pfahlwurzel das Umsetzen kaum verträgt.
Wuchshöhe beachten: Plane fest mit einer Höhe von 0,72 m.
Standort: Achte auf eine warme, windgeschützte Stelle (Temperaturzeiger 7).
Vermehrung: Die leichten Samen (1,56 mg) verbreiten sich durch Wind; lass die Dolden daher nach der Blüte im September stehen.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) – beide teilen den sonnigen Standort und fördern als heimische Doldenblütler dieselben nützlichen Insekten.
Dill (Anethum graveolens) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er wächst als einjährige, nicht verholzte krautige Pflanze und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,72 m. Sein natürlicher Lebensraum umfasst sonnige, warme Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch auffallend sind die doppelt bis vierfach fiederschnittigen Blätter und die flachen, gelben Doppeldolden, die eine Blattfläche von etwa 779,84 mm² aufweisen.
2 Videos zu Dill


26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_68894033
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