Bild folgtKI-generierte IllustrationElymus repens
Auch bekannt als: Gemeine Quecke, Kriechende Quecke, Kriech-Quecke, Kriechquecke
16
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
16
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren aufrechten, zweizeiligen Ähren, die an bis zu 0,57 m hohen Halmen sitzen, lässt sich die Gewöhnliche Quecke sofort erkennen. Auch wenn sie bei Gärtnern oft wegen ihrer Ausbreitungslust gefürchtet ist, spielt sie ökologisch in der obersten Liga. Sie dient als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für Schmetterlinge wie das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) oder den Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus). Mit ihren breiten Blättern bietet sie zudem Deckung für viele Kleintiere. Gibst du ihr in einer wilden Ecke des Gartens etwas Raum, tust du aktiv etwas für den Artenschutz.
Wichtige Kinderstube für das Waldbrettspiel und 7 weitere Falterarten.
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Nach aktuellen Daten ist die Gewöhnliche Quecke eine zentrale Lebensgrundlage für zahlreiche Schmetterlinge. Besonders die Raupen von Arten wie dem Ockerbindigen Samtfalter (Pyronia tithonus) und dem Hellen Gelbhörnchen (Carterocephalus palaemon) sind auf sie angewiesen. Auch die Ackerrand-Grasbüscheleule (Apamea anceps) und die Weißfleck-Graseule (Mythimna conigera) nutzen sie als Futterquelle. Die leichten Samen mit einem Gewicht von etwa 2,36 mg werden im Winter vom Wind verteilt und dienen Vögeln als Nahrung. So fördert dieses Gras die Biodiversität bis weit in die kalte Jahreszeit hinein.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Blattränder bei unvorsichtiger Berührung scharfkantig sein können. Es besteht jedoch keine Vergiftungsgefahr für Menschen oder Haustiere, da das Gras selbst ungiftig ist. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.572 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz für eine kräftige Entwicklung.
Boden: Ein nährstoffreicher Boden wird bevorzugt, die Quecke ist hier sehr anpassungsfähig.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November kannst du sie noch pflanzen.
Wuchshöhe: Plane für das Gras eine Höhe von genau 0,57 m ein.
Pflege: Da sie sich stark über Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) ausbreitet, ist eine Wurzelsperre im Beet sinnvoll.
Rückschnitt: Schneide die trockenen Halme erst im zeitigen Frühjahr ab, um Überwinterungsgäste zu schützen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Plätze und bildet einen schönen Kontrast zum Gras.
Die Gewöhnliche Quecke (Elymus repens) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte) sowie Wegränder und Äcker. Botanisch auffällig ist ihre Wuchsform als ausdauerndes Gras, das sich über weit verzweigte, unterirdische Ausläufer vermehrt. Die Blätter sind für ein Gras vergleichsweise breitflättrig und die Ähren ähneln optisch dem Weizen, sind aber deutlich schmaler und zierlicher gebaut.
2 Videos zu Gewöhnliche Quecke


16 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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