Bild folgtKI-generierte IllustrationEmpetrum nigrum agg.
Artengruppe
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Gewöhnliche Krähenbeere durch ihren niedrigen, kriechenden Wuchs und die nadelartigen, immergrünen Blätter, die an eine Miniatur-Heide erinnern. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Spezialistin für karge Plätze und unterstützt seltene Arten wie das Alpenwidderchen oder den Spanner Entephria caesiata. Auch Vögel wie die Krickente (Anas crecca) oder die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) profitieren direkt von ihren Früchten. Wenn du eine robuste Pflanze für saure Böden suchst, liegst du hier genau richtig. Mit ihr schaffst du ein wertvolles Trittsteinbiotop für bedrohte Hochgebirgs- und Moorarten.
Robuster Überlebenskünstler und lebenswichtige Winterreserve für seltene Vögel.
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Die Krähenbeere ist ein wichtiger Futterlieferant für spezialisierte Insekten und Vögel. Nach aktuellen Bestäubungsdaten und Beobachtungen dient sie als Raupennahrung für den Falter Entephria caesiata und das seltene Alpenwidderchen (Zygaena exulans). Die schwarzen Beeren sind eine hochwillkommene Energiequelle für Vögel wie die Krickente (Anas crecca) und die Schneeammer (Plectrophenax nivalis). Sogar der Pazifische Wasserpieper (Anthus rubescens) nutzt die Bestände zur Nahrungssuche. Da die Pflanze auch im Winter grün bleibt, bietet sie ganzjährig Deckung für wirbellose Tiere direkt über der Bodenoberfläche. In Gebirgslagen und Moornähe ist sie für das Überleben dieser Arten oft unverzichtbar.
Die Gewöhnliche Krähenbeere wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn die Beeren für Erwachsene in geringen Mengen unbedenklich sind, sollte im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht walten, um Verwechslungen mit giftigen Heidepflanzen zu vermeiden. Sollte es dennoch zu einem versehentlichen Verzehr größerer Mengen kommen, wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.213 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit die Pflanze kompakt wächst.
Boden: Der Untergrund sollte sauer (Reaktionszahl 2) und mager (nährstoffarm) sein; kalkhaltige Böden verträgt sie nicht.
Feuchtigkeit: Halte die Erde frisch (mäßig feucht), was der Feuchtezahl 5 entspricht, vermeide aber stehendes Wasser.
Pflanzzeit: Setze die Krähenbeere am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand einarbeiten, um den Boden abzumagern und die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses kaum erforderlich; lass sie einfach in Ruhe wachsen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich im Garten meist selbst über kriechende Triebe, die bei Bodenkontakt Wurzeln schlagen.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – sie hat identische Ansprüche an den sauren Boden und ergänzt das Bild ökologisch perfekt.
Die Gewöhnliche Krähenbeere (Empetrum nigrum agg.) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Sie ist in den kühleren Regionen Mitteleuropas indigen (einheimisch) und besiedelt dort bevorzugt Moore, Heiden und alpine Zwergstrauchgesellschaften. Botanisch handelt es sich um einen ausdauernden Strauch, der durch seine polsterbildende Wuchsform extreme Kälte und karge Bodenverhältnisse übersteht. Auffällig sind die kleinen, ledrigen Blätter mit nach unten eingerollten Rändern, eine Anpassung an windige Standorte. Da sie auf der Roten Liste mit dem Status V (Vorwarnliste) geführt wird, ist ihre Ansiedlung im Garten ein aktiver Beitrag zum Artenschutz.
1 Video zu Gewöhnliche Krähenbeere (Artengruppe)

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →