
Erysimum cheiri
Auch bekannt als: Cheiranthus cheiri
25
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Goldlack (Erysimum cheiri) durch seine dichten Blütenkerzen und seinen intensiven, süßen Duft auf. Für deinen Naturgarten ist dieser Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ein echter Gewinn, da er schon ab März wertvollen Nektar liefert. Besonders der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) steuern die Pflanze nach dem Winter gezielt an. Auch die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) gehört zu den regelmäßigen Gästen an den Blüten. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die wenig Arbeit macht und früh im Jahr Leben in den Garten bringt, liegst du hier genau richtig.
Dauerblüher für Frühaufsteher: Nektar von März bis November ohne Pause.
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Der Goldlack ist eine unverzichtbare Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) von dem reichhaltigen Nektarangebot. Auch für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und die Art Pieris rapae (Linnaeus, 1758) ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle. Unter den Wildbienen schätzt besonders die Waldhummel (Bombus sylvarum) die Blüten. Da die Blütezeit ungewöhnlich lang von März bis November andauert, schließt der Goldlack Versorgungslücken in kritischen Zeiten. Die leichten Samen bieten zudem eine Nahrungsgrundlage für Kleinvögel, die in den Samenständen nach Fressbarem suchen.
Bitte beachte, dass der Goldlack nicht als kindersicher eingestuft wird und in allen Teilen Inhaltsstoffe enthält, die bei Verzehr ungesund sind. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren solltest du daher einen Platz wählen, der nicht direkt am Spielbereich liegt. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.333 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze viel direkte Strahlung erhält.
Der Boden sollte kalkhaltig und basisch sein (Reaktionswert 8); bei sauren Böden empfiehlt sich eine moderate Gabe von Algenkalk.
Achte auf eine mäßige Feuchtigkeit (Feuchtezahl 4), der Boden sollte frisch, aber niemals staunass sein.
Da die Pflanze ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist, reicht ein normaler Gartenboden ohne starke Düngung völlig aus.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling ab März oder im Herbst, solange der Boden noch offen und frostfrei ist.
Halte die Wuchshöhe von 0.33 m im Blick, damit kleinere Nachbarpflanzen nicht überdeckt werden.
Schneide Verblühtes regelmäßig zurück, um die Blütezeit bis in den November hinein zu verlängern.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie hat ähnliche Ansprüche an kalkhaltige Böden und ergänzt den frühen Blühaspekt perfekt.
Der Goldlack (Erysimum cheiri) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae), was man gut an den vier kreuzweise angeordneten Blütenblättern erkennen kann. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt bevorzugt wärmebegünstigte Standorte wie Felsfluren oder alte Mauern. Als krautige Pflanze (eine Pflanze, deren oberirdische Teile nicht verholzen) erreicht er eine Wuchshöhe von exakt 0.33 m. Die Blätter sind breitblättrig geformt und haben eine Fläche von etwa 411.0 mm². Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Samen, die ein Gewicht von nur 1.4599 mg aufweisen und so ideal vom Wind verbreitet werden können.
23 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Rob Wilkinson / Adobe Stock / AdobeStock_496682069
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