Bild folgtKI-generierte IllustrationErysimum cheiri
Auch bekannt als: Cheiranthus cheiri
25
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem faellt der Goldlack (Erysimum cheiri) durch seine leuchtend gelben bis samtig braunroten Blueten auf, die einen intensiven, veilchenartigen Duft verstroemen. Als einer der fruehesten Blueher im Jahr ist er eine unverzichtbare Rettungsinsel fuer Insekten, die bereits im Maerz aktiv sind. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) steuern seine Blueten gezielt an. Er ist ein echter Charakterkopf fuer Mauerkronen und sonnige Beete, der zeigt, dass Naturschutz auch herrlich duften kann. Wenn du ihm ein sonniges Plaetzchen gibst, bedankt er sich mit einer fast unermuedlichen Bluetezeit bis in den November hinein.
Nektar-Garant von Maerz bis November: Die duftende Tankstelle fuer Falter.
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Der Goldlack ist eine herausragende Nahrungsquelle, da er mit seiner Bluetezeit von Maerz bis November fast das gesamte Insektenjahr abdeckt. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Auch die Waldhummel (Bombus sylvarum) schaetzt das verlaessliche Nektarangebot. Da er bereits blueht, wenn viele heimische Wildblumen noch im Austrieb sind, sichert er das Ueberleben frueh fliegender Insektenarten. Als Kreuzbluetler bietet er zudem eine wichtige Grundlage fuer spezialisierte Raupen, die auf diese Pflanzenfamilie angewiesen sind.
Der Goldlack (Erysimum cheiri) ist in allen Teilen giftig und daher nicht als kindersicher eingestuft. Besonders die Samen enthalten Wirkstoffe, die das Herz-Kreislauf-System beeinflussen koennen. Im Falle eines Verzehrs wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Trage bei Rueckschnittarbeiten vorsichtshalber Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Standort: Waehle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Duftintensität und Bluetenkraft entfalten kann.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit maessigem Naehrstoffbedarf) und bevorzugt normale, durchlaessige Gartenerde.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (maessig feucht) sein, Staunaesse musst du jedoch unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit fuer die Pflanzung ist von Maerz bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Schneide Verbluehtes regelmaessig ab, um die Bildung neuer Knospen zu foerdern; er blueht oft bis zum ersten Frost nach.
Vermehrung: Lass einige Samenstaende stehen, damit er sich durch Selbstaussaat an passenden Stellen im Garten dauerhaft ansiedeln kann.
Wichtiger Hinweis: Die Pflanze ist nicht kindersicher und sollte nicht in Reichweite kleiner Kinder stehen.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Echte Woll-Ziest (Stachys byzantina) oder die Echte Schluesselblume (Primula veris). Diese heimischen Arten teilen aehnliche Bodenansprueche und ergaenzen das fruehe Nektarangebot fuer Hummeln perfekt.
Der Goldlack (Erysimum cheiri) gehoert zur Familie der Kreuzbluetler (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen (Brassicales). Als Archaeophyte (eine Pflanze, die vor 1492 eingefuehrt wurde und heute als heimisch gilt) besiedelt er in Mitteleuropa bevorzugt warme Standorte wie Felsspalten oder alte Gemaeuer. Er waechst als zweijaehrige Pflanze oder kurzlebiger Halbstrauch, der an der Basis leicht verholzt. Die schmalen, lanzettlichen Blaetter bilden im ersten Jahr eine Rosette, bevor im zweiten Jahr der bluetentragende Trieb erscheint.
23 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →