Bild folgtKI-generierte IllustrationEuthamia graminifolia
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Schon von weitem fällt die Grasblättrige Goldrute durch ihre auffallend schmalen, fast nadelartigen Blätter und die flach auslaufenden, gelben Blütendolden auf. Im Gegensatz zu ihren wuchernden Verwandten wirkt sie im Garten deutlich graziler. Sie ist eine wertvolle Tankstelle im Spätsommer, von der besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Lasioglossum calceatum) und Nachtfalter wie die Hausmutter (Noctua pronuba) profitieren. In deinem Naturgarten schließt sie die Blütenlücke, wenn viele andere Stauden bereits verblüht sind. Wenn du einen sonnigen Platz mit gutem Boden hast, wirst du viel Freude an diesem unkomplizierten Gast haben.
Spätsommer-Magnet für die Rotbeinige Furchenbiene und seltene Eulenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet die Grasblättrige Goldrute ein wichtiges Nahrungsangebot für spezialisierte Insekten. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Lasioglossum calceatum) nutzt die flachen Blütenstände intensiv. Auch die Welt der Nachtfalter profitiert erheblich: Die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera), die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa peltigera) und die Hausmutter (Noctua pronuba) finden hier reichlich Nektar. Da sie als Starkzehrer massenhaft kleine Einzelblüten produziert, fungiert sie als hocheffiziente Energiequelle in der zweiten Jahreshälfte.
Bitte beachte, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft ist. Sie kann bei empfindlichem Hautkontakt Reizungen auslösen, weshalb du beim Rückschnitt vorsorglich Handschuhe tragen solltest. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der charakteristischen grasartigen Blätter praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Standort: Platziere die Pflanze an einem vollsonnigen Ort, damit sie ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Boden: Sie ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein. Staunässe oder extreme Trockenheit solltest du vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst sie idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im späten Winter nötig, damit die hohlen Stängel Insekten als Schutz dienen können.
Vermehrung: Der Wurzelstock lässt sich im zeitigen Frühjahr leicht teilen.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum). Beide Arten teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden und bilden durch ihre unterschiedlichen Blütenformen eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft, die viele Bestäuber anzieht.
Die Grasblättrige Goldrute (Euthamia graminifolia) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort typischerweise Standorte mit guter Nährstoffversorgung. Von anderen Goldruten unterscheidet sie sich durch ihre linealischen (schmalen und langen) Blätter und die Anordnung der Blüten in Trugdolden (flache Blütenstände, bei denen die Einzelblüten auf einer Ebene enden). Sie erreicht meist eine Höhe von etwa 80 bis 120 Zentimetern und bildet einen aufrechten, stabilen Wuchs.
23 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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