
Fumaria officinalis subsp. officinalis
14
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
An den filigranen, graugrünen Blättern und den traubigen, rosa-violetten Blüten mit dunklen Spitzen lässt sich der Echte Erdrauch sofort erkennen. Er ist weit mehr als ein herkömmliches Ackerwildkraut (Pflanze der Feldflur), denn er dient als wertvolle Futterquelle für spezialisierte Bestäuber. Besonders die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Feldhummel (Bombus humilis) fliegen seine röhrenförmigen Blüten gerne an. Wenn du ihn in einer Gartenecke zulässt, förderst du aktiv die Vielfalt auf kleinstem Raum. Schau in deine Beete, vielleicht ist dieser nützliche Gast schon längst bei dir eingezogen.
Zartes Ackerwildkraut mit großer Wirkung: Die Waldhummel wird es dir danken.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Echte Erdrauch eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Hummelarten. Besonders die seltener werdende Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Feldhummel (Bombus humilis) profitieren von seinem Nektarangebot. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die weit verbreitete Erdhummel (Bombus terrestris) suchen die Blüten regelmäßig auf. Am Boden findet der Gemeine Grabläufer (Amara aenea) einen geschützten Lebensraum zwischen den feinen Trieben. Die Samen der Pflanze dienen zudem als Nahrungsgrundlage für verschiedene Vogelarten während der herbstlichen Monate.
Der Echte Erdrauch ist nicht kindersicher, da er verschiedene Alkaloide (stickstoffhaltige Pflanzenstoffe) enthält, die bei Verzehr schwach giftig wirken können. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit anderen Arten der Gattung Erdrauch, die jedoch ähnliche Inhaltsstoffe besitzen. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte nährstoffreich, locker und gut durchlüftet sein.
Da die Pflanze einjährig ist, erfolgt die Vermehrung am unkompliziertesten über die Selbstaussaat.
Die ideale Pflanzzeit oder Direktsaat liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Der Erdrauch benötigt keine zusätzliche Düngung, wenn der Boden gelegentlich mit reifem Kompost versorgt wird.
In Gemüsebeeten ist er ein gern gesehener Gast, da er den Boden beschattet, ohne Starkzehrer zu unterdrücken.
Lass die verblühten Triebe nach der Samenreife einfach stehen, damit die Pflanze im nächsten Jahr wiederkehrt.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenbildung auf natürliche Weise abstirbt.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – beide Arten teilen den Lebensraum der Ackerwildkrautfluren und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Der Echte Erdrauch (Fumaria officinalis subsp. officinalis) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in Deutschland und der Schweiz weit verbreitet. Man findet ihn typischerweise auf nährstoffreichen Äckern, in Gärten oder an Wegrändern auf humosen Böden. Die einjährige Pflanze zeichnet sich durch ihre schwachen, oft kletternden Stängel und die zygomorphen (spiegelgleichen) Blüten aus. Als Kulturbegleiter folgt sie dem Menschen bereits seit der Jungsteinzeit und ist ein fester Bestandteil unserer bäuerlichen Kulturlandschaft.
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Baliukh Pavlo / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →