Bild folgtKI-generierte IllustrationGaleopsis tetrahit agg.
Artengruppe
20
Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Stechenden Hohlzahn an seinen markanten, oft violett oder weißlich gemusterten Lippenblüten und den steifen Borstenhaaren am vierkantigen Stängel. Als heimischer Archäophyt – also eine Pflanze, die schon vor Jahrhunderten zu uns kam – ist er ein hervorragender Nektarspender für spezialisierte Gäste. Besonders die Feldhummel (Bombus pascuorum) und das flinke Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) lassen sich regelmäßig an den Blüten beobachten. In deinem Naturgarten ist er eine unkomplizierte Bereicherung, die vor allem durch ihre Robustheit überzeugt. Wenn du ihm ein Plätzchen gönnst, tust du aktiv etwas für die Artenvielfalt deiner Nachbarschaft.
Buntes Buffet auf 37 Zentimetern: Nektar-Tankstelle für Hummeln und Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Stechende Hohlzahn eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Insektengruppen. Die Feldhummel (Bombus pascuorum) nutzt ihre langen Rüssel, um an den tief liegenden Nektar zu gelangen. Auch Nachtfalter wie die Glanzeule (Amphipyra tragopoginis) und Tagfalter wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) besuchen die Blüten regelmäßig. Für das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) stellt die Art eine wichtige Energiequelle dar. Mit einem leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von 4.2745 mg sorgt die Pflanze selbstständig für ihre Ausbreitung durch Wind und Tiere, was im Winter auch kleinen Singvögeln zugutekommt, die die Samen am Boden suchen.
Bitte beachte, dass der Stechende Hohlzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Die steifen Haare am Stängel können bei Berührung zu Hautreizungen führen, was besonders für kleine Kinder unangenehm sein kann. Es handelt sich zwar nicht um eine hochgiftige Pflanze, aber im direkten Spielbereich sollte man aufgrund der mechanischen Reizwirkung vorsichtig sein.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.366 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder in der Sonne, idealerweise an einem nährstoffreichen Gehölzrand.
Der Boden sollte humos und ausreichend feucht sein, da die Pflanze Trockenstress vermeiden möchte.
Die ideale Pflanzzeit im Frühling liegt zwischen März und Mai, sobald keine Dauerfröste mehr drohen.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern ein.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, wenn du im Frühjahr etwas reifen Kompost oberflächlich einarbeitest.
Da die Pflanze nicht verholzt, zieht sie sich im Spätherbst komplett in den Boden zurück.
Er vermehrt sich leicht durch Selbstaussaat, was du durch das Stehenlassen der trockenen Stängel fördern kannst.
Die Wuchshöhe beträgt zuverlässig 0.37 m, was ihn zu einem idealen Partner für den vorderen Beetrand macht.
Gute Partnerin: Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium) – sie liebt ähnliche Bodenverhältnisse und ergänzt das Wildstauden-Bild im naturnahen Garten.
Der Stechende Hohlzahn (Galeopsis tetrahit agg.) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Er besiedelt bevorzugt Waldränder, Schuttflächen oder nährstoffreiche Äcker, die als Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Rohböden) bekannt sind. Mit einer fixen Wuchshöhe von 0.37 m bleibt er eher im unteren Stockwerk der Gartenbepflanzung. Eine morphologische Besonderheit sind die knotigen Verdickungen an den Stängelabschnitten unter den Blättern, die ihn für dich leicht bestimmbar machen.
15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →