Bild folgtKI-generierte IllustrationGenista tinctoria subsp. tinctoria
Auch bekannt als: Genista tinctoria subsp. tinctoria
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren leuchtend gelben Schmetterlingsblüten, die in dichten Trauben an den Zweigenden stehen, fällt der Färber-Ginster sofort auf. Dieser kleine Strauch ist ein echtes Juwel für sonnige Gartenbereiche und ökologisch hochgradig wertvoll. Er dient als unverzichtbare Nahrungsquelle für spezialisierte Falter wie den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und Schmetterlinge wie Polyommatus fulgens. Auch die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) sowie die Schimmernde Mauerbiene (Osmia caerulescens) schätzen das reiche Angebot an Pollen und Nektar. Da er zu den Hülsenfrüchtlern gehört, verbessert er durch die Symbiose mit Bodenbakterien ganz nebenbei deinen Boden. Wenn du einen trockenen, nährstoffarmen Platz im Garten hast, triffst du mit ihm genau die richtige Wahl.
Kompaktes Goldstück: 0,44 Meter Lebenskraft für seltene Wildbienen und Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Strauch eine zentrale Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Besonders profitieren Tagfalter wie Polyommatus fulgens, Polyommatus humedasae und der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Unter den Wildbienen sind die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Schimmernde Mauerbiene (Osmia caerulescens) regelmäßige Besucher. Auch die gefährdete Waldhummel (Bombus sylvarum) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) nutzen die Bestände. In der Dämmerung lässt sich zudem die Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) an den Blüten beobachten. Die Verteilung der Art wird durch das leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von 3.9643 mg begünstigt, wodurch die Samen effektiv durch den Wind verbreitet werden können.
Bitte beachte, dass der Färber-Ginster in allen Pflanzenteilen giftige Alkaloide enthält und daher als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist Vorsicht geboten. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme sollte umgehend der Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Halbverholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.445 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht pro Tag.
Der Boden sollte unbedingt mager und gut durchlässig sein; schwere Böden mit reichlich Sand oder Kies abmagern.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Halte bei der Pflanzung einen Abstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern zu Nachbarpflanzen ein.
Gießen ist nach dem Anwachsen nur bei extrem langer Trockenheit notwendig; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Ein leichter Rückschnitt der verblühten Triebe im Spätsommer fördert einen kompakten Wuchs und die Vitalität.
Da der Strauch eine AM Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, ist kein zusätzlicher Dünger erforderlich.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffarme, sonnige Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Färber-Ginster (Genista tinctoria subsp. tinctoria) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Waldränder und Heideflächen. Als halbverholzter (nur im unteren Bereich verholzender) Strauch erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0.44 m. Die Pflanze ist als Archäophyt eingestuft, was bedeutet, dass sie schon vor langer Zeit, meist im Zuge des frühen Ackerbaus, bei uns eingewandert ist. Aktuell wird sie auf der Roten Liste in der Vorwarnliste (V) geführt.
3 Videos zu Färber-Ginster



18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →