Bild folgtKI-generierte IllustrationGlaucium flavum
Auch bekannt als: glaucienne jaune
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Arten
interagieren
141
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Gelbe Hornmohn (Glaucium flavum) durch seine großen, seidig glänzenden Blüten in sattem Goldgelb und die außergewöhnlich langen, hornartigen Samenkapseln. Als seltener Gast in unseren Gärten bietet er einen hohen ökologischen Mehrwert für spezialisierte Insekten wie die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea). Da die Pflanze auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Platz mit nahrhaftem Boden hast, wird er dich mit seiner frühen Blüte ab April begeistern. Hol dir diesen besonderen Naturschatz in deinen Garten.
Seltener Gartenjuwel: Goldgelbe Blütenpracht für die Blaue Holzbiene ab April.
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Der Gelbe Hornmohn ist eine wichtige Nahrungsquelle für eine Reihe spezialisierter Blütenbesucher. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) schätzt das reiche Angebot in den Monaten April bis Juni. Auch die gefährdete Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene (Apis mellifera) gehören zu den regelmäßigen Gästen an den goldgelben Schalenblüten. Auf den Blüten lassen sich zudem Punktkäfer beobachten, die hier Pollen finden. Da die Pflanze bereits im zeitigen Frühjahr ab April blüht, schließt sie eine wichtige Versorgungslücke für Insekten, wenn viele andere Sommerblumen noch auf sich warten lassen.
Bitte beachte, dass der Gelbe Hornmohn in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht kindersicher ist. Wie viele Mohngewächse enthält er Alkaloide, die bei Hautkontakt oder Verzehr Probleme verursachen können. Trage beim Umgang oder Rückschnitt am besten Handschuhe, um Reizungen durch den gelben Milchsaft zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da der Hornmohn ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November in den offenen Boden.
Mykorrhiza: Er profitiert von AM (Arbuskulärer Mykorrhiza), einer Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessern.
Pflege: Da er nährstoffreiche Böden liebt, freut er sich über eine Kompostgabe im Frühjahr.
Vermehrung: Er versamt sich an zusagenden Standorten moderat selbst.
Kombinationsempfehlung: Eine passende Partnerin ist die Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche in der Sonne und ergänzen sich ökologisch, da sie nacheinander blühen und unterschiedliche Bestäuber ansprechen.
Der Gelbe Hornmohn (Glaucium flavum) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in unserer Region als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen eingestuft. Er besiedelt natürlicherweise kalkreiche Standorte und ist an seinen blaugrünen, dicklichen und wellig behaarten Blättern gut zu erkennen. Die markante Färbung der Blätter dient als Schutz vor starker Sonneneinstrahlung. In der freien Natur ist er aufgrund von Lebensraumverlust mittlerweile extrem selten geworden (Rote Liste R).
2 Videos zu Gelber Hornmohn


31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
15 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →