Bild folgtKI-generierte IllustrationTropaeolum majus
Auch bekannt als: Kapuzinerli, Grosse Kapuzinerkresse
14
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) durch ihre kreisrunden, schildförmigen Blätter und die leuchtend trichterförmigen Blüten mit dem langen Sporn auf. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Kinderstube, da sie als Raupenfutterpflanze für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) dient. Auch Feldhummeln und Feldwespen fliegen die nektarreichen Blüten über viele Monate hinweg regelmäßig an. Mit dieser Pflanze holst du dir einen unkomplizierten Dauerblüher ins Beet, der bis zum ersten Frost Farbe liefert. Schau genau hin, denn oft entdeckst du die kleinen Raupen gut getarnt an der Blattunterseite.
Bunte Nektartankstelle und Schmetterlingswiege von April bis November.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Große Kapuzinerkresse eine unverzichtbare Ressource für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae), dessen Raupen auf die Blätter als Nahrung angewiesen sind. Die Blüten bieten von April bis November eine verlässliche Nektarquelle für die Feldhummel und die Feldwespe. Auch Punktkäfer nutzen die Pflanze regelmäßig als Lebensraum. Da die Blütezeit ungewöhnlich lang ist, überbrückt sie nahrungsarme Zeiten im Hochsommer und Herbst. Durch das dichte Blattwerk entstehen zudem schattige Rückzugsorte für diverse Kleinstlebewesen am Boden.
Die Große Kapuzinerkresse wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund der enthaltenen Senföl-Glykoside (scharf schmeckende Inhaltsstoffe) kann der Verzehr großer Mengen bei Kindern zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen besteht durch die charakteristischen, runden Blätter und den typischen Blütensporn jedoch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Nov
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.8 m
Wähle für die Aussaat einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässiger Erde.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai, sobald die schweren Bodenfroste nachlassen.
Drücke die großen Samen etwa zwei Zentimeter tief in den Boden; ein Abstand von 30 Zentimetern ist ideal.
Dank ihrer Arbuskulären Mykorrhiza (AM – eine nützliche Verbindung mit Bodenpilzen) benötigt die Pflanze kaum zusätzlichen Dünger.
Achte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte, vermeide jedoch Staunässe (Wasseransammlungen, die die Wurzeln schädigen).
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber bei zu üppigem Wuchs jederzeit durchgeführt werden.
Da sie nicht winterhart ist, stirbt sie bei Frost ab, sät sich aber oft an geeigneten Stellen selbst wieder aus.
Im Herbst kannst du die reifen, kugeligen Samen sammeln und trocken lagern.
Gute Partnerin: Der Gundermann (Glechoma hederacea) – beide Arten teilen sich gerne den Platz am Boden oder an Zäunen und profitieren von ähnlichen Nährstoffbedingungen im Gartenboden.
Die Große Kapuzinerkresse gehört zur Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Ein besonderes biologisches Merkmal ist ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) zwischen Pilzen und Wurzeln, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Ihre Blätter sind peltat (schildförmig), wobei der Blattstiel direkt in der Mitte der Blattfläche ansetzt. Die Blüten besitzen einen auffälligen Kelchsporn, der den Nektar tief im Inneren verbirgt und so spezialisierte Bestäuber anlockt.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →