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Sorbus pseudothuringiaca
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Auch bekannt als: Hersbrucker Vogelbeere
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren fein gesägten, unterseits filzigen Blättern lässt sich die Hersbrucker Mehlbeere (Sorbus pseudothuringiaca) sofort erkennen. Sie ist ein ökologischer Schatz, der auf der Roten Liste steht und weltweit nur in einem kleinen Gebiet vorkommt. Für Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) bietet sie eine essenzielle Lebensgrundlage. In deinem Garten schaffst du mit diesem Gehölz eine Brücke zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Wenn du einen sonnigen, kalkreichen Platz hast, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Rettet die Heimat: Dieser seltene Endemit ernährt bedrohte Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gehölz eine Schlüsselart für seltene Falter. Besonders Dickkopffalter wie der Malven-Würfelfalter (Spialia orbifer), der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) suchen sie auf. Sogar hochspezialisierte Arten wie der Nordische Perlmuttfalter (Boloria polaris) profitieren von ihrer Anwesenheit. Im Herbst verwandelt sich die Pflanze in eine wichtige Futterstation für Vögel, die die Mehlbeeren als Energiereserve nutzen. Durch ihre Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) verbessert sie zudem nachhaltig die Bodenstruktur in deinem Garten.
Die Hersbrucker Mehlbeere gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Die Früchte sind zwar für Vögel eine Delikatesse, können beim Menschen aber im rohen Zustand und bei größeren Verzehrmengen zu leichten Verdauungsbeschwerden führen. Wenn du kleine Kinder hast, erkläre ihnen am besten frühzeitig, dass die Beeren nur für die Vögel gedacht sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Die Hersbrucker Mehlbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigen (einheimische) Art. Sie ist ein sogenannter Endemit, was bedeutet, dass sie weltweit ausschließlich in der Region der Frankenalb vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Gebüsche. Morphologisch zeigt sie sich als stabiler Bastard mit Merkmalen zwischen der Echten Mehlbeere und der Elsbeere, was sich in der charakteristischen Blattform widerspiegelt.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.