
Humulus lupulus
Auch bekannt als: Echter Hopfen, Hopfen
42
Arten
interagieren
56
Interaktionen
dokumentiert
29
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Hopfen (Humulus lupulus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine markant gelappten, rauen Blätter und die rasant kletternde Wuchsform sind unverwechselbar. In deinem Naturgarten ist er ein echter ökologischer Allrounder, da er als wichtige Raupenfutterpflanze für den Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) und das Tagpfauenauge (Aglais io) dient. Er bringt vertikale Struktur in deine Beete und bietet vielen Tieren wertvollen Schutz. Mit dieser heimischen Kletterpflanze schaffst du im Handumdrehen einen lebendigen Sichtschutz, der zudem hochspezialisierte Falter unterstützt. Du wirst staunen, wie schnell er deine Pergola erobert!
Heimischer Kletterkönig: Futterstelle für den Ligusterschwärmer auf 3,1 m Höhe.
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Der Hopfen ist eine unverzichtbare Kinderstube für heimische Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient er als Hauptnahrung für die Raupen des Ligusterschwärmers (Sphinx ligustri) und der Dunkelgrauen Nessel-Höckereule (Abrostola triplasia). Auch das Tagpfauenauge (Aglais io) nutzt ihn gerne zur Eiablage. Neben den Raupen profitieren Käfer wie Phyllobius arborator (ein Rüsselkäfer) von der Pflanze. Die im August erscheinenden Blüten locken zudem Besucher wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara) an. Durch das dichte Blattwerk bietet er vielen Insekten bis in den Herbst hinein ein geschütztes Versteck.
Der Gewöhnliche Hopfen gilt als nicht kindersicher, da seine rauen Kletterhaare bei Hautkontakt Irritationen auslösen können. Er sollte daher nicht direkt an Kinderspielplätzen gepflanzt werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme von Pflanzenteilen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.104 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 7): Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit viel Licht.
Feuchte (Ellenberg 8): Halte den Boden stets feucht; die Pflanze liebt feuchte Bedingungen.
Boden (Starkzehrer): Gib ihm einen nährstoffreichen, fetten Boden, idealerweise mit reichlich Kompost.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Platzbedarf: Plane für die Kletterhilfe eine Wuchshöhe von genau 3,1 m ein.
Schnitt: Schneide die abgestorbenen Ranken im späten Winter bodennah ab.
Bodenreaktion: Er bevorzugt kalkhaltige (basische) Standorte.
Gute Partnerin: Die Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba) – sie teilt die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzt das vertikale Grün perfekt.
Der Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) in der Ordnung der Rosenartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen und besiedelt natürlicherweise feuchte Auwälder (regelmäßig überschwemmte Wälder an Flüssen). Als ausdauernde, aber nicht verholzende Kletterpflanze zieht er sich im Winter komplett in den Boden zurück, um im Frühjahr mit enormer Kraft neu auszutreiben. Seine Besonderheit sind die rechtswindenden Triebe, die mit kleinen Kletterhaken besetzt sind, was ihn zu einem perfekten Bewohner für Gehölzränder und Zaunstrukturen macht.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
29 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_461735246
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