Bild folgtKI-generierte IllustrationAethusa cynapium
Auch bekannt als: Kleiner Schierling, Gartengleiße
36
Arten
interagieren
73
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind bei der Hundspetersilie (Aethusa cynapium) die glänzenden, fein zerteilten Blätter und die charakteristischen, bärtig herabhängenden Hüllchen (kleine Hochblätter direkt unter den Doldenstrahlen). Als heimisches Wildkraut wird sie oft unterschätzt, dabei ist sie eine wertvolle Bereicherung für deinen Naturgarten. Besonders Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und prächtige Falter wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Sie bringt ökologische Vielfalt in deine Beete und unterstützt spezialisierte Insekten, die auf Doldenblütler angewiesen sind. Wenn du eine Nische für die heimische Tierwelt schaffen willst, machst du mit ihr alles richtig.
Bärtige Schönheit: Wichtige Futterquelle für Schwalbenschwanz und Schwebfliegen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für Schwebfliegen, darunter die Zweiband-Wespen-Schwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Mondmasken-Schwebfliege (Eupeodes corollae). Auch Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der seltene Papilio alexanor besuchen die weißen Blütenstände regelmäßig. Neben Honigbienen profitieren Wildbienen wie die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) von dem leicht zugänglichen Nektar. Auch Käfer wie der Gemeine Schmalbock (Stictoleptura rubra) finden sich oft ein. Da die Samen mit etwa 1,56 mg sehr leicht sind, verbreiten sie sich über den Wind und sorgen so für eine natürliche Dynamik in deinem Garten.
Bitte beachte: Alle Pflanzenteile der Hundspetersilie sind durch Alkaloide (Aethusin) giftig. Es besteht Vergiftungsgefahr durch Einnahme, weshalb sie für Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren nicht geeignet ist. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.511 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6: etwa 3 bis 6 Stunden Sonne am Tag).
Der Boden sollte frisch sein (Feuchtewert 5: mäßig feucht, darf nicht völlig austrocknen).
Da sie ein Starkzehrer ist (Nährstoffwert 7: benötigt viele Mineralstoffe), profitiert sie von gutem Gartenboden.
Sie bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Reaktionswert 8: pH-Wert über 7).
Halte bei der Pflanzung einen ausreichenden Abstand ein, da sie genau 0,51 m hoch wächst.
Pflanzzeit: Im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Sie geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza: vorteilhafte Lebensgemeinschaft zwischen Pilzwurzeln und Pflanze) ein.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt ähnliche Standortansprüche und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber ideal.
Die Hundspetersilie (Aethusa cynapium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) siedelt sie bevorzugt auf kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden in Gärten oder auf Äckern. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,51 m bleibt sie eher kompakt und krautig. Ein wichtiges Merkmal für dich als Gärtner sind die drei nach unten gerichteten Hüllchenblätter an jeder Teildolde, die sie von der echten Petersilie unterscheiden.
2 Videos zu Hundspetersilie


29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →