Bild folgtKI-generierte IllustrationOedemera nobilis (Scopoli, 1763)
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An seinen metallisch-grün glänzenden Flügeldecken lässt sich der Schmalbock (Oedemera nobilis) sofort erkennen. Du kannst diesen etwa 8 bis 12 Millimeter langen Käfer bereits zeitig im Frühjahr in deinem Garten beobachten, da seine Hauptaktivitätszeit laut Datenlage in den Monaten März und April liegt. In deinem Ökosystem übernimmt er eine wertvolle Aufgabe als Bestäuber, während er auf der Suche nach Pollen und Nektar von Blüte zu Blüte fliegt. Er besucht mit Vorliebe heimische Frühblüher wie die Schlehe (Prunus spinosa) oder den Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys). Auch am Rot-Klee (Trifolium pratense), der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) und dem Wurzelnden Hahnenfuß (Ranunculus sarmentosus) ist er häufig anzutreffen. Die Larven entwickeln sich in der Regel über ein Jahr hinweg in markhaltigen Pflanzenstängeln oder trockenem Holz. Du kannst diesen nützlichen Käfer fördern, indem du Brombeeren (Rubus fruticosus agg.) wachsen lässt und Wildkräuter wie das Raukenblättrige Greiskraut (Jacobaea erucifolia) oder den Betäubenden Kälberkropf (Chaerophyllum temulum) in einer naturnahen Ecke duldest. Da er nur eine Generation pro Jahr bildet, ist es wichtig, verblühte Staudenstängel über den Winter stehen zu lassen.
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Dieser Käfer ist für Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, da er weder sticht noch beißt. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Arten, sodass du ihn unbesorgt aus der Nähe bei seiner wichtigen Arbeit als Bestäuber beobachten kannst.
Der Schmalbock gehört zur Familie der Scheinböcke (Oedemeridae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder, Wiesen und Gärten mit reichem Blütenangebot. Charakteristisch ist der schlanke Körperbau mit metallischem Glanz, wobei die Männchen durch auffällig keulenförmig verdickte Hinterschenkel auffallen. Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von echten Bockkäfern sind die oft weicheren Flügeldecken, die am Ende leicht auseinanderklaffen.
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•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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