
Sanguisorba minor
Auch bekannt als: Pimpernell, Pimpernelle
22
Arten
interagieren
31
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die kugeligen, rötlich-grünen Blütenköpfchen, die wie kleine Trommelschlägel an langen Stielen über dem gefiederten Laub thronen. Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor) ist eine unverzichtbare Komponente für deine Magerwiese (nährstoffarme Grasfläche), da er mit Trockenheit hervorragend zurechtkommt. Besonders der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) profitiert von ihm, da seine Raupen auf diese Pflanze als Nahrung angewiesen sind. Wenn du in deinem Garten einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, kannst du mit dieser Art einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten. Du wirst sehen, wie unkompliziert sich dieser Überlebenskünstler in dein Gartenbild einfügt.
Überlebenskünstler und wichtigste Speisekammer für seltene Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kleine Wiesenknopf eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Er dient als lebensnotwendige Raupennahrung für den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) sowie für den Rosen-Dickkopffalter (Spialia rosae). Auch für den Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) und den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Spialia orbifer) stellt er eine wichtige Ressource dar. In höheren Lagen oder nördlichen Regionen profitieren zudem Falterarten wie der Polar-Perlmuttfalter (Boloria frigga) und der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) von dieser Pflanze. Die Samenstände bieten im Winter eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten. Dennoch wird die Pflanze in der Datenbank als nicht kindersicher geführt, weshalb du bei Kleinkindern im Garten vorsorglich aufmerksam sein solltest. Eine Verwechslung mit dem Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) ist möglich, dieser bevorzugt jedoch deutlich feuchtere Standorte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Der Kleine Wiesenknopf ist ein genügsamer Gartenbewohner, der kaum Aufmerksamkeit fordert.
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Boden: Ideal ist ein trockener, kalkhaltiger und eher nährstoffarmer Boden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Wasserbedarf: Nur in der Anwachsphase ist regelmäßiges Gießen wichtig; etablierte Pflanzen überstehen auch längere Trockenperioden.
Düngung: Verzichte auf Dünger, da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Besonderheit: Die Art geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was ihre Widerstandsfähigkeit stärkt.
Vermehrung: Er sorgt durch Selbstaussaat für Nachkommen, wenn du die Köpfchen nach der Blüte stehen lässt.
Begleitpflanze: Eine ideale Partnerin ist der Gewöhnliche Wundklee (Anthyllis vulneraria), da beide ähnliche trockene Standorte bevorzugen und sich in ihrer ökologischen Funktion ergänzen.
Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Er ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) oder gilt als Archäophyt (vor 1492 eingeführt). Sein typischer Lebensraum sind sonnige Halbtrockenrasen (trockene, magere Wiesen auf Kalkboden). Die Pflanze bildet eine grundständige Rosette aus unpaarig gefiederten Blättern, wobei die Blütenstände keine auffälligen Kronblätter besitzen, sondern durch ihre kugelige Form bestechen.
2 Videos zu Kleiner Wiesenknopf


20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_279148467
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →