
Lamium galeobdolon
Auch bekannt als: Gelbe Taubnessel, Galeobdolon, Gewöhnliche Goldnessel, Gold-Taubnessel, Berg-Goldnessel
17
Arten
interagieren
96
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Goldnessel (Lamium galeobdolon) an ihren leuchtend gelben Lippenblüten, die in Etagen rund um den vierkantigen Stängel angeordnet sind. Da sie im Halbschatten und Schatten prächtig gedeiht, ist sie ein wertvoller Baustein für naturnahe Gartenbereiche unter Bäumen oder an Nordwänden. Durch ihre extrem lange Blütezeit von April bis September stellt sie über ein halbes Jahr hinweg eine verlässliche Struktur in deinem Garten dar. Als heimische Art ist sie perfekt an unser Klima in Mitteleuropa angepasst und benötigt kaum Eingriffe. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die dunkle Ecken dauerhaft belebt, ist diese Nessel die ideale Wahl für dich.
Goldgelber Schattenkönig: Verlässliche Blüte von April bis September.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Goldnessel aufgrund ihrer langen Blühdauer von April bis September eine beständige Komponente im heimischen Ökosystem. In schattigen Gartenbereichen, die oft arm an Blüten sind, schließt sie eine wichtige Versorgungslücke über viele Monate hinweg. Da sie in unserer Region (DACH-Region) tief verwurzelt ist, fördert sie die natürliche Bodenbiologie und geht wichtige Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Auch wenn spezifische Bestäubungsdaten in der Datenbank fehlen, ist ihre Funktion als dauerhafte Blühressource im Schattenbereich für die lokale Fauna von Bedeutung. Ihr dichter Wuchs bietet zudem ganzjährig Schutz für bodennah lebende Kleinstlebewesen.
Die Goldnessel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Zwar gibt es keine Hinweise auf starke Giftigkeit, doch sollte ein Verzehr von Pflanzenteilen vermieden werden. Eine Verwechslung mit der Brennnessel ist optisch möglich, die Goldnessel besitzt jedoch keine Brennhaare.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle einen Standort im Schatten, da die Pflanze an lichtarme Waldrandsituationen angepasst ist.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide Plätze, die im Sommer vollständig austrocknen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngung.
Pflanze die Goldnessel am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Ausläufer, die die Pflanze selbstständig bildet.
Sollte sie zu stark wuchern, kannst du die Bestände im Frühjahr einfach mit dem Spaten begrenzen.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Blüte zur Verjüngung durchgeführt werden.
Gute Partnerin: Die Haselwurz (Asarum europaeum) eignet sich hervorragend, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Schatten und Bodenfeuchte stellen und gemeinsam den Boden lückenlos abdecken.
Die Goldnessel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind schattige Laub- und Mischwälder, wo sie oft dichte Bestände bildet. Ein markantes Merkmal ist der vierkantige Stängel und die kreuzgegenständige Blattstellung, bei der sich jeweils zwei Blätter am Halm gegenüberstehen. Sie lebt in einer engen Gemeinschaft mit Pilzen, der sogenannten Mykorrhiza (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), was ihre Nährstoffaufnahme im Waldboden verbessert.
15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Bondarenko Ivanna / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →