Bild folgtKI-generierte IllustrationLysimachia arvensis
Auch bekannt als: Anagallis arvensis subsp. arvensis
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Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Acker-Gauchheil an seinen winzigen, leuchtend ziegelroten Blüten, die sternförmig aus den Blattachseln hervorlugen. Im Naturgarten ist dieser zierliche Bodenbedeckter eine wertvolle Bereicherung, da er spezialisierten Wildbienen wie der Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) als wichtige Pollenquelle dient. Mit seinem kriechenden Wuchs schließt er charmant Lücken in Beeten oder auf offenen Bodenstellen, ohne andere Pflanzen zu verdrängen. Wenn du also eine Pflanze suchst, die wenig Platz beansprucht und trotzdem ökologisch punktet, ist er genau richtig für dich. Schau mal genauer hin, er ist ein echtes Juwel im Detail, das oft übersehen wird.
Der ziegelrote Wetterprophet: Wichtige Tankstelle für die Acker-Schmalbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Acker-Gauchheil eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insektengruppen. Besonders die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) und die räuberisch lebende Große Blutbiene (Sphecodes albilabris) besuchen die Blüten regelmäßig. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) und Hummeln wie die Erdhummel (Bombus terrestris) nutzen das Angebot. Eine ökologische Besonderheit ist der Besuch der Blattwespe Monostegia abdominalis. Da die Pflanze reichlich Samen produziert, bietet sie nach der Reife im Sommer eine Nahrungsgrundlage für kleine Bodenbewohner, sofern die Triebe im Garten verbleiben.
Der Acker-Gauchheil ist in allen Pflanzenteilen schwach giftig und wird daher als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Saponine (seifenähnliche Pflanzenstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein oder Hautreizungen führen können. In einem Haushalt mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du daher einen Platz wählen, der nicht direkt zum Greifen einlädt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit sich die Blüten zuverlässig öffnen.
Der Boden sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer), eine Gabe von reifem Kompost vor der Pflanzung ist ideal.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (Feuchtewert 4), vermeide aber Staunässe (dauerhaft im Wasser stehende Wurzeln).
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai, sobald der Boden offen ist.
Da die Pflanze meist einjährig wächst, ist keine aufwendige Bodenvorbereitung nötig; ein Lockern der Oberfläche genügt.
Halte den Boden um die Pflanze herum etwas offen, da sie als Pionierpflanze Konkurrenz durch dichte Gräser scheut.
Lass die Pflanze nach der Blüte im Juni stehen, damit sie durch Selbstaussaat im nächsten Jahr wiederkehren kann.
Gute Partnerin: Echte Kamille (Matricaria chamomilla) — sie teilt die Vorliebe für nährstoffreiche, offene Böden und ergänzt das Wildkraut-Ensemble ökologisch perfekt.
Der Acker-Gauchheil (Lysimachia arvensis) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in Deutschland und Österreich weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Äcker, Gärten und Weinberge auf nährstoffreichen Böden in mäßig warmen Lagen. Botanisch zeichnet er sich durch quadratische Stängel und gegenständige, eiförmige Blätter aus, die auf der Unterseite oft dunkel punktiert sind. Eine Besonderheit ist die Wetterfühligkeit seiner Blüten: Sie schließen sich bei Bewölkung oder Regen sofort, weshalb er im Volksmund oft als Wetterprophet bezeichnet wird.
3 Videos zu Acker-Gauchheil



5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →