Bild folgtKI-generierte IllustrationMelampyrum nemorosum agg.
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Hain-Wachtelweizen (Melampyrum nemorosum agg.) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend violetten Hochblätter (Blätter direkt unter der Blüte) bilden einen spektakulären Kontrast zu den goldgelben Blüten. Diese einjährige Pflanze ist eine Bereicherung für halbschattige Gartenbereiche, da sie als Halbschmarotzer (Pflanze, die Wasser und Nährstoffe von Nachbarpflanzen mitnutzt) für ökologische Dynamik sorgt. Besonders der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) profitiert direkt von ihrem Vorkommen in deinem Garten. Wenn du einen naturnahen Gehölzrand besitzt, ist diese Art ein faszinierendes Beobachtungsobjekt für dich.
Violett-gelbes Farbwunder: Die wichtigste Kinderstube für den Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Hain-Wachtelweizen eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Besonders der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) nutzt ihn intensiv. Auch die Umbra-Sonneneule und verschiedene Moorfalter zählen zu den regelmäßigen Besuchern, die von den Blüten profitieren. Die Samen sind mit 6,63 mg vergleichsweise schwer, was eine Kurzdistanz-Ausbreitung begünstigt, wobei oft Ameisen den Transport übernehmen. Durch seine Lebensweise als Halbschmarotzer reguliert er sanft das Wachstum dominanter Gräser und fördert so die Artenvielfalt in der Krautschicht deines Gartens.
Der Hain-Wachtelweizen gilt als nicht kindersicher. Wie viele Vertreter der Sommerwurzgewächse enthält er Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können; platziere ihn daher außerhalb der direkten Reichweite kleiner Kinder. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Die Pflanze ist jedoch für erfahrene Gärtner aufgrund ihrer Schönheit im Naturgarten unbedenklich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.357 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 5), ideal ist ein Platz am Gehölzrand oder unter lichten Bäumen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 4) und normal mit Nährstoffen versorgt sein (Mittelzehrer).
Achte auf eine neutrale bis schwach saure Bodenreaktion (Reaktionswert 6).
Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,36 m.
Pflanzzeit Frühling: März bis Mai; Pflanzzeit Herbst: September bis November.
Da sie ein Halbschmarotzer ist, darf sie nicht isoliert stehen; sie benötigt Gräser oder andere Stauden als Wirtspflanzen.
Die Vermehrung erfolgt über die 6,63 mg schweren Samen, die durch Ameisen (Tierverbreitung) im Garten verteilt werden.
Gute Partnerin: Die Hainbuche (Carpinus betulus) — sie bietet den passenden Schatten und dient dem Wachtelweizen oft als geeignete Wirtspflanze.
Der Hain-Wachtelweizen gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland sowie weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und Waldränder auf frischen (mäßig feuchten) Böden. Botanisch zeichnet er sich als krautige Pflanze aus, die nicht verholzt und eine Wuchshöhe von genau 0,36 m erreicht. Eine Besonderheit ist sein Status als Halbschmarotzer, was bedeutet, dass er zwar selbst Photosynthese betreibt, aber über Saugorgane an den Wurzeln Kontakt zu Nachbarpflanzen aufnimmt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →