Bild folgtKI-generierte IllustrationMelampyrum pratense
Auch bekannt als: Heidewachtelweizen
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die blassgelben, röhrenförmigen Lippenblüten, die beim Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) meist paarweise nach einer Seite gewendet aus den Blattachseln wachsen. Diese zierliche Art ist für deinen Garten ein echtes ökologisches Highlight, da sie als Halbschmarotzer das Wachstum von Gräsern reguliert und so die Artenvielfalt fördert. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) sind auf ihn als Nektarquelle angewiesen. Wenn du eine naturnahe Ecke mit eher saurem Boden hast, ist diese Pflanze ein faszinierendes Beobachtungsobjekt. Trau dich ruhig an diesen Spezialisten heran, er wird dich mit seiner dezenten Schönheit belohnen.
Seltener Schmetterlingsmagnet: Ein Halbschmarotzer für mehr Vielfalt im Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wiesen-Wachtelweizen eine essenzielle Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), den Westlichen Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und den Ehrenpreis-Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Auch als Kinderstube ist er unersetzlich: Die Raupen des Gemeinen Scheckenfalters und des Wachtelweizen-Blütenspanners nutzen ihn als Hauptfutterpflanze. Mit einem Diasporengewicht von 5.637 mg setzt die Pflanze auf Kurzdistanz-Ausbreitung, wobei die Samen oft von Ameisen in neue Gartenbereiche getragen werden. Da er als Halbschmarotzer Nährstoffe von Gräsern abzieht, schafft er Platz für weniger konkurrenzstarke Wildblumen.
Der Wiesen-Wachtelweizen wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb bei Haushalten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Er enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können. Sollte es dennoch zu einer Aufnahme kommen, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240. Ein verantwortungsbewusster Platz im hinteren Beetbereich ist ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.223 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, idealerweise am Rand von Gehölzen.
Boden: Der Untergrund sollte sauer sein (Reaktion 3) und eher nährstoffarm (Schwachzehrer).
Feuchtigkeit: Achte auf einen 'frischen', also gleichmäßig mäßig feuchten Boden ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) aus.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine feste Höhe von 0.22 m und benötigt keine Stützen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Art einjährig ist; lasse sie für die Selbstaussaat stehen.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt über schwere Samen (5.637 mg), oft mit Hilfe von Ameisen.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Böden und dient dem Wachtelweizen oft als Wirtspflanze.
Der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt vor allem lichte Wälder, Heiden und Moorränder. Morphologisch zeichnet sich die einjährige, krautige Pflanze durch ihre schmalen, lanzettlichen Blätter und den lockeren Blütenstand aus. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.22 m bleibt er unauffällig im Unterwuchs, spielt aber als Halbschmarotzer eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf seines Lebensraums.
3 Videos zu Wiesen-Wachtelweizen



20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →