
Melissa officinalis
Auch bekannt als: Melissenöl, Herztrost, Melisse
28
Arten
interagieren
45
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Zitronen-Melisse (Melissa officinalis) verrät sich durch ihren intensiven Zitronenduft, der sofort in die Nase steigt, wenn man leicht über die eiförmigen, gezackten Blätter streicht. In deinem Naturgarten ist sie ein wertvoller Anziehungspunkt für Insekten wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) und Blattwespen wie Tenthredo mesomela. Da sie als Raupenfutter für den Gelben Fleckleibbären (Spilosoma lutea) dient, förderst du mit ihr direkt die Artenvielfalt der Falter. Für dich als Gärtner ist sie eine unkomplizierte Begleiterin, die Frische ins Beet und Leben in den Garten bringt. Hast du schon einen passenden Platz im Halbschatten für sie entdeckt?
Zitronenduft für dich und Raupenfutter für den Gelben Fleckleibbären.
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Die Melisse bietet ein wichtiges Nahrungsangebot für diverse Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen die Waldhummel (Bombus sylvarum) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) die Blüten von Juni bis August zur Nektaraufnahme. Auch die Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) und das Große Getreidehähnchen (Oulema melanopus) werden regelmäßig an der Pflanze beobachtet. Besonders wertvoll ist sie für den Gelben Fleckleibbären (Spilosoma lutea), dessen Raupen die Blätter als Nahrung nutzen. Die Ausbreitung erfolgt effizient über den Wind, da die Samenkörner mit nur 0.4496 mg sehr leicht sind.
Obwohl die Melisse oft in der Küche genutzt wird, führt die Datenbank sie als nicht kindersicher auf. Achte daher auf einen bedachten Umgang im Garten mit Kleinkindern. Sollten Unsicherheiten bei Unverträglichkeiten bestehen, ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 rund um die Uhr erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.543 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), damit die Pflanze vor der prallen Mittagssonne geschützt ist.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und normal nährstoffreich sein.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionswert 7); bei Bedarf mit etwas Algenkalk nachhelfen.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bei offenem Boden.
Halte beim Pflanzen einen Abstand von etwa 30 cm ein, da sie buschig wächst.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im August verhindert die starke Selbstaussaat durch die leichten Flugsamen.
Die Vermehrung gelingt dir am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) – er schätzt ebenfalls kalkhaltige Böden und ergänzt die Melisse ökologisch hervorragend.
Die Zitronen-Melisse gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen. In unserer Region gilt sie als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart), die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Waldränder und Schuttfluren, wobei sie kalkhaltige und basische Böden bevorzugt. Als krautige Pflanze mit einem markanten vierkantigen Stängel erreicht sie eine Wuchshöhe von exakt 0.54 m und bildet keine Verholzungen aus.
1 Video zu Zitronen-Melisse

24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock / AdobeStock_1847106087
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →