Bild folgtKI-generierte IllustrationMespilus germanica
Auch bekannt als: Hesperl, Wispel, Mispel, Eschperl, Mespel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren großen, weißen Einzelblüten und den markanten, braunen Früchten mit den kelchblattartigen Zipfeln lässt sich die Echte Mispel sofort erkennen. Dieser alte Obstbaum, ein sogenannter Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde), ist heute selten geworden und steht auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Im Garten fördert sie die Vielfalt, da sie Insekten wie die Rotbeinige Rippensandbiene und Schmetterlinge wie den Rotbraunen Dickkopffalter (Spialia sertorius) anlockt. Wenn du ihr einen sonnigen Platz gibst, bereichert sie deinen Garten über Jahrzehnte. Mit der Mispel holst du dir ein echtes Stück Zeitgeschichte in den Garten.
Seltener Kulturschatz: Ein historisches Wildobst für Insekten und Vögel.
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Die Mispel ist eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Bestäuber. Nach aktuellen Daten profitieren Schmetterlinge wie der Rotbraune Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) von ihrem Angebot. Auch Wildbienen, darunter die Rotbeinige Rippensandbiene, und die Erdhummel (Bombus terrestris) besuchen die im Mai erscheinenden Blüten. Der Ringelspinner nutzt die Zweige zur Eiablage, während die Schwarze Kirschblattwespe ebenfalls an der Pflanze zu finden ist. Im Winter dienen die lange haftenden Früchte, die erst nach Frosteinwirkung weich werden, Vögeln als wichtige Energiequelle.
Die Echte Mispel wird als nicht kindersicher eingestuft, was vor allem an den dornigen Kurztrieben der Wildformen liegt. Die Früchte sind zwar im rohen, harten Zustand ungenießbar, aber nicht giftig; sie werden erst nach dem ersten Frost oder langer Lagerung weich und essbar. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Sträuchern besteht aufgrund der einzigartigen Fruchtform praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.79 m
Wähle einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem, eher nährstoffreichem Boden.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte beim Einpflanzen darauf, das Loch etwa doppelt so groß wie den Wurzelballen auszuheben.
Da die Mispel eine AM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) bildet, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben ohne künstliche Dünger.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist kaum nötig, da der Baum von Natur aus eine sehr malerische Krone entwickelt.
Im Februar kannst du lediglich abgestorbene Äste entfernen.
Wässere junge Bäume in den ersten zwei Standjahren bei Sommertrockenheit regelmäßig.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Weißdorn (Crataegus monogyna) ergänzt sie hervorragend, da beide ähnliche Lichtansprüche haben und die gleiche ökologische Nische im Heckensaum besetzen.
Die Echte Mispel (Mespilus germanica) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Mitteleuropa seit der Römerzeit als Nutzpflanze heimisch. Sie wächst meist als sommergrüner, oft mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum und bevorzugt kalkfreie, lehmige Böden in sonniger, geschützter Lage. Charakteristisch sind die lanzettlichen, unterseits weich behaarten Blätter sowie die typische Frucht mit weit offener Kelchgrube. In der freien Natur kommt sie heute nur noch selten an Waldrändern oder in Gebüschen vor.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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