Bild folgtKI-generierte IllustrationOrnithogalum umbellatum
Auch bekannt als: dame d'onze heures, Doldiger Milchstern, Gewöhnlicher Dolden-Milchstern, Dolden-Milchstern
Artengruppe
9
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
An den sternförmigen, reinweißen Blüten, die auf der Außenseite einen markanten grünen Mittelstreifen tragen, lässt sich der Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum) sofort erkennen. Er ist ein wertvoller Frühlingsbote, der Lücken schließt, bevor die großen Sommerstauden erwachen. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) schätzen das Nektarangebot im späten Frühjahr sehr. Da er sich über Brutzwiebeln stetig ausbreitet, bildet er mit der Zeit hübsche, dichte Teppiche im Garten. Du kannst ihn wunderbar unter Gehölzen verwildern lassen, wo er kaum Pflege benötigt. Hol dir diesen robusten und heimischen Gartenbewohner für deine naturnahen Ecken.
Strahlende Blütensterne im Mai – ein Fest für die Gehörnte Mauerbiene.
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Für die Insektenwelt ist der Dolden-Milchstern eine wichtige Brücke im Mai und Juni. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen ihn verschiedene Wildbienen aktiv an, darunter die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) und die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Auch Tagfalter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzen die weißen Blüten zur Energiegewinnung. Sogar die Nachtfalterwelt profitiert, da Arten wie die Taumeleule als Besucher dokumentiert sind. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt das Angebot an Standorten, an denen andere Frühblüher bereits verblüht sind. Da die Pflanze heimisch ist, fügt sie sich perfekt in das lokale Ökosystem ein.
Der Dolden-Milchstern ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, für den Menschen giftig sind. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere nichts von der Pflanze verzehren. Beim Einpflanzen der Zwiebeln im Herbst ist es ratsam, Gartenhandschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Der Dolden-Milchstern fühlt sich im Halbschatten am wohlsten, kommt aber auch mit helleren Standorten zurecht. Er bevorzugt frische Bodenverhältnisse, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht, aber niemals staunass sein sollte. Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) reicht ihm ein herkömmlicher, lockerer Gartenboden ohne zusätzliche Düngung völlig aus. * Die Zwiebeln kannst du im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist. * Die Pflege ist denkbar einfach: Lass das Laub nach der Blüte im Juni unbedingt komplett gelb werden und von selbst einziehen. So kann die Zwiebel alle Kraft für das nächste Jahr speichern. * Die Vermehrung übernimmt die Pflanze durch kleine Tochterzwiebeln meist selbst. * Eine ideale Partnerin ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche im lichten Schatten und ergänzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform, um den Boden im Frühling lebendig zu bedecken.
Der Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen und ist fest in unserer Flora etabliert. Typisch sind seine grasartigen Blätter mit einem hellen Mittelstreifen und die doldenartigen Blütenstände, die nur bei Sonnenschein vollständig öffnen. Er besiedelt natürlicherweise frische Wiesen und Wegränder. Die Pflanze nutzt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, um Nährstoffe effizienter aus der Erde zu lösen.
2 Videos zu Dolden-Milchstern (Artengruppe)


9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →