Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena gravida Imhoff, 1832
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Du erkennst die Weiße Bindensandbiene (Andrena gravida) an ihrer dichten, hellbraunen Behaarung auf dem Brustabschnitt und den auffälligen, schneeweißen Haarbinden am Hinterleib. Diese polylektische (auf viele verschiedene Pflanzenfamilien spezialisierte) Wildbiene ist eine emsige Bestäuberin in deinem Garten. Sie bringt pro Jahr eine Generation hervor, wobei das Weibchen seine Eier einzeln in selbst gegrabene Gänge im Erdboden ablegt. Im Frühling beobachtest du sie besonders häufig an den gelben Blüten des Knöllchen-Scharbockskrauts (Ficaria verna) oder an der Schlehe (Prunus spinosa). Auch Obstbäume wie der Apfel (Malus) und die Kultur-Birne (Pyrus communis) sind lebenswichtige Nahrungsquellen für die Flugzeit im April und Mai. Im Frühsommer nutzt sie zudem das Ausdauernde Gänseblümchen (Bellis perennis) und den Weiß-Klee (Trifolium repens). Die Larve ernährt sich im Nest von einem sorgsam gesammelten Vorrat aus Pollen und Nektar. Die Biene überwintert bereits fertig entwickelt als adultes Insekt (Imago) in ihrer unterirdischen Brutkammer. Du kannst sie fördern, indem du offene Bodenstellen ohne Bewuchs zulässt und heimische Wildkräuter wie den Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.) in deinem Rasen duldest. Vermeide unbedingt Rindenmulch auf Beeten, da dieser den Zugang zum Nistboden versperrt.
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Die Weiße Bindensandbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der nicht sticht oder beißt. Da sie im Boden nistet, ist sie auf ungestörte Erdbereiche angewiesen. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und darf weder gefangen noch getötet werden.
Die Weiße Bindensandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Waldränder, Wiesen und strukturreiche Gärten. Als solitär (einzeln) lebende Art baut jedes Weibchen ohne staatliche Organisation einen eigenen Erdbau. Kennzeichnend für diese mittelgroße Art sind die namensgebenden weißen Binden, die einen starken Kontrast zur dunklen Grundfarbe des Hinterleibs bilden und sie von schlichter gefärbten Sandbienen unterscheiden.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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