
Pilosella aurantiaca
Auch bekannt als: Hieracium aurantiacum
21
Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Orangerote Habichtskraut durch seine leuchtend zinnoberroten Blütenkörbe, die auf auffällig schwarz behaarten Stängeln sitzen. Diese seltene Farbe macht es zu einem besonderen Blickfang im Naturgarten. Für die Artenvielfalt ist die Pflanze wertvoll, da sie als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Bestäuber wie die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena fulvago) dient. Auch Schmetterlinge wie der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) besuchen die Blüten regelmäßig. Wenn Du eine sonnige Stelle mit eher magerem Boden hast, bietet dieses Kraut einen pflegeleichten und ökologisch wertvollen Bodendecker. Du machst mit der Pflanzung also alles richtig.
Leuchtfeuer im Magerbeet: Ein orangeroter Magnet für seltene Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäuberdaten profitieren vor allem Wildbienen von dieser Art. Die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata) nutzen das Angebot an Pollen und Nektar intensiv. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) ist ein regelmäßiger Gast. Für den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) stellt die Pflanze eine wichtige Nektarstation dar. Die Vermehrung erfolgt nicht nur über Ausläufer, sondern auch über die nur 0.1356 mg leichten Samen, was eine Anemochorie (Windausbreitung) über weite Strecken ermöglicht. So trägt die Pflanze aktiv zur Vernetzung von Biotopen in Deiner Nachbarschaft bei.
Das Orangerote Habichtskraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der starken Behaarung der Stängel und Blätter, die bei empfindlicher Haut mechanische Reizungen auslösen kann. Ein Verzehr ist nicht zu empfehlen, auch wenn die Pflanze nicht als klassische Giftpflanze gilt. Im Zweifel oder bei Unwohlsein nach Kontakt ist der Giftnotruf 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.313 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre charakteristische Blütenfarbe voll entfaltet.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein (magerer Boden), da zu viele Nährstoffe das Wachstum anderer Gräser fördern und das Habichtskraut verdrängen.
Sorge für eine mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit, vermeide jedoch Staunässe.
Pflanzzeit ist idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Setze die Pflanzen in einem Abstand von ca. 20-25 cm, da sie sich über Ausläufer selbstständig ausbreiten.
Eine Vermehrung ist durch Teilung der bewurzelten Ausläufer im Frühherbst problemlos möglich.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im August verhindert die Selbstaussaat, falls keine weitere Ausbreitung gewünscht ist.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) – sie bevorzugt ebenfalls magere Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Das Orangerote Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Ursprünglich in den Gebirgen beheimatet, besiedelt es dort Magerrasen und lichte Wälder. Die Pflanze wächst als krautige, nicht verholzte Staude und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.31 m. Charakteristisch ist die bodenständige Blattrosette aus breitblättrigen, behaarten Blättern. Botanisch interessant ist die Strategie der Ausbreitung über oberirdische Ausläufer, wodurch die Pflanze mit der Zeit dichte Teppiche bildet.
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17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_55073233
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →