Bild folgtKI-generierte IllustrationArgentina anserina
Auch bekannt als: Potentilla anserina subsp. anserina
19
Arten
interagieren
19
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Gänse-Fingerkraut (Argentina anserina) sofort an seinen markanten, gefiederten Blättern mit den silbrig glänzenden Unterseiten und den leuchtend gelben Schalenblüten. Es ist ein wertvoller, trittfester Bodendecker, der in keinem naturnahen Garten fehlen sollte. Besonders Bestäuber wie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) oder der Rapsweißling (Pieris napi) profitieren von der außerordentlich langen Blütezeit. Wenn du eine robuste Pflanze für feuchtere Gartenbereiche suchst, die ökologische Lücken schließt, ist dieses Kraut die ideale Wahl. Probiere es doch mal an einem Wegrand aus, wo es sich flächig ausbreiten darf.
Der gelbe Dauerläufer: Bietet Insekten von Januar bis November wertvolle Nahrung.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Gänse-Fingerkraut eine wichtige Futterpflanze für spezialisierte Falter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und den Mattscheckigen Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Auch Honigbienen (Apis mellifera) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) besuchen die Blüten regelmäßig. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza: eine Lebensgemeinschaft zur besseren Nährstoffaufnahme). Zudem bietet die Pflanze Lebensraum für Käfer wie den Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata) und den Erdbeerblütenstecher (Anthonomus rubi). Da sie fast das ganze Jahr über blüht, stellt sie eine verlässliche Nahrungsquelle dar.
In der Datenbank wird das Gänse-Fingerkraut als nicht kindersicher aufgeführt. Achte daher darauf, wo du es pflanzt, wenn kleine Kinder deinen Garten nutzen. Eine Verwechslung ist mit anderen Arten der Gattung Fingerkräuter (Potentilla) möglich, die jedoch meist ähnliche Standorte besiedeln und ebenfalls als unbedenklich gelten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jan – Nov
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt (Ellenberg Licht 7).
Halte den Boden gleichmäßig feucht; die Pflanze liebt feuchte Untergründe (Ellenberg Feuchte 7).
Ein normaler Gartenboden ist ausreichend, da sie als Mittelzehrer (mäßiger Nährstoffbedarf) gilt.
Idealerweise ist der Boden kalkhaltig oder basisch (Ellenberg Reaktion 7).
Pflanze das Kraut im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein, damit sich die Ausläufer ausbreiten können.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Bewurzelung der kriechenden Ausläufer.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze niedrig bleibt und sehr regenerationsfähig ist.
Gute Partnerin: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzt die gelbe Blütenpracht im Frühjahr.
Das Gänse-Fingerkraut (Argentina anserina) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Ufer, feuchte Wiesen und Wegränder, wo es als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) wächst. Die krautige Pflanze zeichnet sich durch lange, oberirdische Ausläufer aus, die an den Knoten neue Wurzeln bilden. Es bevorzugt mäßig warme Lagen und kommt besonders gut auf kalkhaltigen oder basischen Böden (Böden mit hohem pH-Wert) zurecht.
3 Videos zu Gänse-Fingerkraut



17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →