Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla suberecta
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Halbaufrechte Fingerkraut (Potentilla suberecta) durch seine bogig aufsteigenden Stängel und die zartgelben, meist fünfzähligen Blüten auf. Diese heimische Wildpflanze ist ein stiller Held für die Artenvielfalt, da sie als spezialisierte Futterquelle für seltene Falter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) dient. In deinem Naturgarten hilft sie dabei, ökologische Nischen zu schließen, die in der modernen Landschaft oft fehlen. Durch die Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen ist sie zudem sehr widerstandsfähig. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, solltest du dieser Art unbedingt eine Chance geben.
Überlebenshilfe für seltene Dickkopffalter und Raupen des Grünspanners.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine lebenswichtige Tankstelle für zahlreiche Schmetterlinge. Besonders Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) und Muschampia cribrellum sind auf sie angewiesen. Sogar spezialisierte Arten wie der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris) nutzen sie. Als Raupenfutterpflanze dient sie dem Gebüsch-Grünspanner und der Graubraunen Herbsteule (Aporophyla lutulenta). Die im Winter stehenbleibenden Samenstände können zudem kleineren Vögeln als Nahrung dienen.
Die Pflanze wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Scharfen Hahnenfuß (Ranunculus acris), das Fingerkraut lässt sich jedoch gut an den mattgrünen, fingerförmig geteilten Blättern erkennen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise am Gehölzrand oder in einer Wildblumenwiese.
Boden: Die Pflanze bevorzugt eher nährstoffarme, mäßig trockene bis frische Böden und verträgt keine Staunässe.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pfage: Das Fingerkraut ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Vermehrung: Sie breitet sich moderat über Samen und Ausläufer aus, ohne andere Pflanzen zu verdrängen.
Besonderheit: Da sie eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilzsymbiose) eingeht, profitiert sie von einem lebendigen, ungestörten Gartenboden.
Kombinationsempfehlung: Gute Partner sind das Echtes Labkraut (Galium verum) oder die Margerite (Leucanthemum vulgare) – beide teilen den Standortanspruch und fördern gemeinsam die Insektenwelt.
Das Halbaufrechte Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Es ist in Österreich indigen (einheimisch) und wird in Deutschland als Archäophyt (vor 1492 eingewanderte Pflanze) geführt, steht dort jedoch bereits auf der Roten Liste. Man findet es bevorzugt an lichten Waldrändern oder auf mageren Wiesen. Charakteristisch sind die grundständigen, oft fünfzähligen Blätter und die Wuchsform, die zwischen dem kriechenden und dem aufrechten Fingerkraut vermittelt.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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