
Primula elatior
Auch bekannt als: Wald-Schlüsselblume, Waldschlüsselblume, Hohe Schlüsselblume, primevère élevée
21
Arten
interagieren
212
Interaktionen
dokumentiert
An den hellgelben Blüten mit dem kräftig goldgelben Schlund lässt sich die Hohe Primel (Primula elatior) sofort erkennen. Anders als ihre Verwandte, die Echte Schlüsselblume, bevorzugt sie die feuchteren, schattigen Ecken deines Gartens. Für die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Erdhummel (Bombus terrestris) ist sie eine überlebenswichtige Energiequelle nach der Winterpause. Da sie nach aktuellen Daten bis in den September hinein blühen kann, ist sie ein echtes ökologisches Multitalent. Wenn du einen nährstoffreichen Platz unter lichten Bäumen hast, ist diese Primel genau das Richtige für dich.
Früher Frühlingsbote und Dauerblüher: Die Nektartankstelle für Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Hohe Primel eine unverzichtbare Futterquelle. Besonders Hummeln wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Erdhummel (Bombus terrestris) profitieren vom frühen Nektarangebot. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) sowie die Hosenbiene besuchen die Blüten regelmäßig. Eine interessante Beobachtung im Naturgarten ist die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia), die in den Blüten oft auf Beute lauert. Da die Blütezeit ungewöhnlich lang von März bis September reicht, bietet die Pflanze über viele Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsgrundlage für die Insektenwelt.
Primula elatior (Primel (Zimmerstaude)) gilt als leicht giftig. Giftige Teile: Wurzeln, Blaetter, Blueten. Wirkstoff: Saponin, Primin (Kontaktallergen). Bei Beschwerden: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle für die Hohe Primel einen Standort im Halbschatten. Der Boden sollte 'frisch' (mäßig feucht) und nährstoffreich sein, da sie zu den Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) gehört.
Pflanzzeit: Setze die Primel idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Bodenpflege: Eine jährliche Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt die Vitalität.
Vermehrung: Große Bestände kannst du nach der Blüte durch Teilung verjüngen.
Symbiose: Sie nutzt die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine nützliche Pilz-Wurzel-Gemeinschaft), um Nährstoffe besser aufzunehmen.
Kombination: Ein guter Partner ist die Haselwurz (Asarum europaeum). Beide teilen die Vorliebe für humosen Waldboden, wobei die Haselwurz als Bodendecker die Feuchtigkeit im Wurzelbereich der Primel hält.
Die Hohe Primel (Primula elatior) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt feuchte Laubmischwälder sowie frische Wiesen. Markant sind die runzeligen, eiförmigen Blätter, die in einer bodenständigen Rosette angeordnet sind. Der blattlose Blütenstängel trägt eine einseitswendige Dolde, bei der die Einzelblüten alle leicht in eine Richtung geneigt sind. Sie wächst ausdauernd und bildet kurze Rhizome (unterirdische Sprossachsen zur Speicherung) aus.
19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_269057519
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