Bild folgtKI-generierte IllustrationPtilinus pectinicornis
7
Pflanzen
besucht
7
Interaktionen
dokumentiert
Der zwischen drei und sechs Millimeter große Gekämmte Nagekäfer (Ptilinus pectinicornis) besitzt einen dunkelbraunen, zylindrischen Körper mit längsgestreiften Deckflügeln und auffällig fächerartigen Fühlern bei den Männchen. In Deinem Garten ist dieser heimische Käfer ein wichtiger Zersetzer, der abgestorbenes Holz zurück in den Naturkreislauf bringt. Seine Larven leben versteckt im Inneren von Totholz und ernähren sich dort von der Holzsubstanz. Der Käfer bevorzugt für seine Entwicklung verschiedene Laubholzarten wie die Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica), die Hainbuche (Carpinus betulus) oder den Spitz-Ahorn (Acer platanoides). Auch an der Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana), der Gewöhnlichen Esche (Fraxinus excelsior) und der Zitter-Pappel (Populus tremula) kannst Du ihn finden. Die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Käfer findet vollständig im Holz statt und kann mehrere Jahre dauern. Fachleute bezeichnen Tiere, die so eng an Totholz gebunden sind, als saproxylophil (totholzliebend). Du kannst diesen nützlichen Gartenbewohner unterstützen, indem Du alte Baumstümpfe oder dicke Äste einfach an einem schattigen Platz liegen lässt. So förderst Du die Artenvielfalt und bietest den Larven eine sichere Kinderstube. Das Belassen von Altholz ist die wichtigste Maßnahme für seinen dauerhaften Erhalt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Schlupf der erwachsenen Käfer aus dem Totholz durch kreisrunde Ausbohrlöcher
Suche nach Partnern und Paarung direkt auf der Holzoberfläche
Eiablage der Weibchen in feine Ritzen oder alte Fraßgänge von Laubhölzern wie Buche oder Erle
Mehrjährige Larvalentwicklung (Dauer der Entwicklung im Holz) im Substrat
Verpuppung der Larven in einer Kammer dicht unter der Holzoberfläche vor dem Schlupf.
Der Gekämmte Nagekäfer ist für Menschen völlig harmlos, da er weder stechen noch beißen kann. Er stellt im Garten keine Gefahr für lebende Pflanzen dar und gilt nicht als Schädling an verbautem, trockenem Holz im Innenbereich, da er eine gewisse Restfeuchte im Totholz bevorzugt.
Dieser Käfer wird taxonomisch (nach Verwandtschaft geordnet) in die Familie der Nagekäfer (Anobiidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera) eingeordnet. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt trockenes Laubholz in Waldnähe oder naturnahen Gärten. Ein markantes Merkmal ist der Geschlechtsdimorphismus (deutliche Unterschiede im Aussehen zwischen den Geschlechtern), wobei nur das Männchen die namensgebenden, großen Fühlerkämme trägt. Die Art erreicht eine Körperlänge von etwa drei bis sechs Millimetern und ist eng an das Vorhandensein von morschem Holz gebunden.
Körperlänge
0.4202 cm
Gewicht
0.001629 g
7 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Hagge et al. (2021) — Saproxylic Beetle Morphological Trait Database, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.2fqz612p3 (CC0 1.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →