Bild folgtKI-generierte IllustrationPulsatilla vulgaris var. vulgaris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris var. vulgaris) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren glockenförmigen, violetten Blüten und dem silbrigen Haarkleid ist sie eine der markantesten Erscheinungen im Frühjahrsgarten. Für Deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie früh im Jahr Nahrung für spezialisierte Insekten wie die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) bietet. Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum) profitiert von dem frühen Nektarangebot. Wenn Du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz hast, wird sie zum langlebigen Herzstück Deines Beetes. Greif zu dieser heimischen Schönheit, um Deinen Garten ökologisch aufzuwerten.
Frühlingserwachen in Violett: Die erste wichtige Tankstelle für Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gewöhnliche Küchenschelle eine wichtige Anlaufstelle für diverse Wildbienen. Besonders die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) und die Erzfarbene Düstersandbiene (Andrena carantonica) nutzen die Blüten intensiv. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum) gehören zu den regelmäßigen Gästen. Da sie zu den sehr frühen Blühern gehört, schließt sie eine kritische Versorgungslücke im zeitigen Frühjahr. Sogar die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) wurde an den Blüten beobachtet, was die Bedeutung für die lokale Artenvielfalt unterstreicht.
Die Gewöhnliche Küchenschelle ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht als kindersicher einzustufen. Da sie Hautreizstoffe enthält, solltest Du beim Pflanzen vorsorglich Handschuhe tragen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Einstrahlung (Lichtwert 8).
Der Boden sollte trocken sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht (Feuchtewert 3).
Setze sie in mageren Boden mit wenigen Nährstoffen (Nährstoffwert 2) – zusätzliches Düngen ist kontraproduktiv.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8), mische bei Bedarf Kalksplitt unter.
Pflanzzeit: Am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern ein, damit sich der Blattschopf gut entwickeln kann.
Schneide die verblühten Stände nicht sofort ab, die fedrigen Samenköpfe sind ökologisch wertvoll.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Standorte und ergänzt die frühe Blüte perfekt.
Die Gewöhnliche Küchenschelle gehört zur Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales) und zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). In Deutschland und Frankreich ist sie heimisch und besiedelt dort bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Kiefernwälder auf Kalk. Auffällig ist ihre dichte, seidige Behaarung, die als Verdunstungsschutz an trockenen Standorten dient. Als krautige Pflanze bildet sie tiefgehende Wurzeln aus, die eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Bodenpilze zur verbesserten Nährstoffaufnahme) eingehen.
2 Videos zu Gewöhnliche Küchenschelle


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →