Bild folgtKI-generierte IllustrationRhinanthus serotinus
Auch bekannt als: Rhinanthus serotinus
9
Arten
interagieren
26
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Großen Klappertopf (Rhinanthus serotinus) sofort an seinen goldgelben, rachenförmigen Blüten und den auffällig aufgeblasenen Kelchen, die wie kleine Taschen wirken. In deinem Naturgarten übernimmt er eine ganz besondere Rolle: Als Halbschmarotzer (eine Pflanze, die anderen Pflanzen Wasser und Nährstoffe entzieht) zapft er Gräser an und bremst deren Wuchs. Dadurch schafft er Platz für seltenere Wildblumen und erhöht die Artenvielfalt auf deiner Wiese enorm. Davon profitieren spezialisierte Falter wie der Silbrig-Perlmuttfalter (Melitaea diamina) oder der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa). Wenn du eine lebendige, bunte Wiese statt einer grünen Rasenfläche möchtest, ist dieser kleine Helfer genau richtig für dich.
Natürlicher Wiesenwächter: Er bremst Gräser aus und fördert seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Große Klappertopf eine lebenswichtige Ressource für mehrere Scheckenfalter-Arten. Er dient als Nektarpflanze für den Silbrig-Perlmuttfalter (Melitaea diamina), den Westlichen Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Seine Samen sind mit einem Gewicht von 2,2542 mg sehr leicht, was ihnen die Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Ökologisch wertvoll ist vor allem seine Eigenschaft, dominante Gräser im Zaum zu halten. Dies führt dazu, dass mehr heimische Kräuter keimen können, was wiederum die Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl weiterer Insekten verbessert.
Der Große Klappertopf wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält wie viele Vertreter der Sommerwurzgewächse bestimmte Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile essen. Im normalen gärtnerischen Umgang sind keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.192 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 7), da die Pflanze für ihre Entwicklung viel direktes Sonnenlicht benötigt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein (Ellenberg Feuchte 5), Staunässe muss jedoch vermieden werden.
Achte auf eine nährstoffarme Umgebung; als Schwachzehrer (Ellenberg Stickstoff 3) gedeiht er am besten auf Magerböden.
Mit einer Wuchshöhe von genau 0,19 m eignet er sich perfekt für den Vordergrund von Wiesenstücken.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), wobei Herbstsaaten oft erfolgreicher sind.
Da er einjährig ist, muss er sich versamen können; mähe die Fläche daher erst nach der Samenreife im Spätsommer.
Der Boden sollte idealerweise kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg Reaktion 7).
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Standortansprüche und sorgt für ein harmonisches Bild in der ökologischen Wiese.
Der Große Klappertopf gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und tritt oft als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) auf. Sein natürlicher Lebensraum sind frische (mäßig feuchte), kalkhaltige Magerwiesen (nährstoffarme Wiesen), wobei er heute auf der Roten Liste in Kategorie 3 (gefährdet) steht. Morphologisch ist er eine einjährige, krautige Pflanze, die keine Verholzungen bildet und durch ihre flachen, breiten Blätter mit einer Fläche von etwa 171,81 mm² auffällt.
1 Video zu Großer Klappertopf

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →