Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix atrocinerea
Auch bekannt als: Rostrote Weide, Salix cinerea subsp. oleifolia
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Asch-Weide (Salix atrocinerea) an ihrer stattlichen Wuchsform als großer Strauch oder Baum und den charakteristischen Weidenkätzchen, die im zeitigen Frühjahr erscheinen. Als ökologisches Schwergewicht im Garten bietet sie wertvollen Lebensraum für spezialisierte Insekten wie den Rostspinner (Orgyia antiqua). Besonders Vögel wie der Girlitz (Serinus serinus) schätzen das dichte Gehölz als Rückzugsort und Nahrungsquelle. Mit einer beeindruckenden Endhöhe von 10,0 m ist sie ein prägendes Element für naturnahe Grundstücke mit ausreichend Platz. Wenn du eine robuste, heimische Art suchst, die Leben in den Garten bringt, ist diese Weide die richtige Wahl für dich.
10 Meter Lebenskraft: Die ökologische Tankstelle für Rotes Ordensband und Girlitz.
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Die ökologische Bedeutung der Asch-Weide ist herausragend. Während ihrer Blütezeit von April bis Mai dient sie als wichtige Trachtpflanze (Pflanze mit reichem Pollen- und Nektarangebot) für zahlreiche Bestäuber. Für die Raupen des prächtigen Roten Ordensbands (Catocala nupta) und des Rostspinners (Orgyia antiqua) stellt sie eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage dar. Auch spezialisierte Käferarten wie der Gemeine Zwergprachtkäfer (Agrilus angustulus) nutzen das Holz und die Rinde. Im Winter und Frühjahr profitiert der Girlitz (Serinus serinus) von den Knospen und dem Schutz, den das dichte Geäst bietet. Damit ist sie ein zentraler Baustein für die regionale Biodiversität.
Bitte beachte, dass die Asch-Weide in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie keine hochgradig giftige Pflanze ist, sollten Kleinkinder beim Spielen in der Nähe des Gehölzes beaufsichtigt werden. Bei Unfällen oder Vergiftungsverdacht kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen, giftigen Doppelgängern in der heimischen Strauchschicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
10 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit viel Platz, da die Weide eine stattliche Höhe von 10,0 m erreicht.
Bevorzuge einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, um eine reiche Blüte zu fördern.
Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein; die Art verträgt hervorragend Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Pflanze das Gehölz im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte bei der Pflanzung ausreichend Abstand zu Gebäuden, da das Wurzelsystem kräftig wächst.
Ein Rückschnitt ist problemlos möglich, sollte aber zur Schonung der Brutvögel im Spätwinter erfolgen.
Eine zusätzliche Düngung ist dank der Symbiose mit Bodenpilzen in der Regel nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Sumpf-Segge (Carex acutiformis) – sie liebt ebenfalls nasse Füße und ergänzt das Gehölz am Boden ökologisch sinnvoll.
Die Asch-Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Mitteleuropa ist sie vor allem auf feuchten Standorten wie Bachufern oder in Bruchwäldern (nasse, oft überflutete Wälder) zu finden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre verholzten Triebe und die breitblättrige Blattform aus. Eine Besonderheit ist ihre Lebensweise mit Ektomykorrhiza (EM), einer Symbiose, bei der Pilze die Wurzeln umschließen und den Baum im Austausch gegen Zucker mit Nährstoffen und Wasser versorgen. Sie gilt als Pionierpflanze, die neue Lebensräume schnell besiedelt.
3 Videos zu Asch-Weide



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →