Bild folgtKI-generierte IllustrationSaponaria ocymoides
Auch bekannt als: Rotseifenkraut, Kleines Seifenkraut, Rot-Seifenkraut
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
An dem dichten, teppichartigen Wuchs und den unzähligen kleinen, kräftig rosafarbenen Blüten lässt sich das Rote Seifenkraut (Saponaria ocymoides) sofort erkennen. Es ist eine der dankbarsten Pflanzen für trockene Mauerkronen oder Steingärten, da es von April bis weit in den Oktober hinein Farbe zeigt. Für gefährdete Insekten wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) oder den Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) bietet es über Monate eine verlässliche Nektarquelle. Gerade weil es auf der Roten Liste mit Stufe 2 als stark gefährdet gilt, holst du dir mit dieser Art einen echten Naturschatz in den Garten. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses Polster auf engstem Raum anzieht.
Rosarotes Blütenmeer von April bis Oktober: Eine Überlebenshilfe für Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Rote Seifenkraut eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Falter. Besonders auffällig ist der Besuch des Hummelschwärmers (Hemaris fuciformis), der im Kolibriflug Nektar saugt. Auch der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der seltene Braunkolbige Klämmerfalter (Adscita statices) nutzen das reiche Angebot. Durch die extrem lange Blütezeit von April bis Oktober überbrückt die Pflanze nahrungsarme Zeiten für Arten wie das Braunauge (Lasiommata maera) und den Grünen Zipfelfalter (Callophrys rubi). Da es sich um eine indigene (einheimische) Art handelt, ist sie perfekt in das regionale Ökosystem eingepasst.
Das Rote Seifenkraut enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe) und ist daher als nicht kindersicher eingestuft. Ein Verzehr kann zu Übelkeit führen, weshalb Vorsicht bei kleinen Kindern geboten ist. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform und der leuchtenden Blütenfarbe in Steingärten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Wähle einen vollsonnigen Platz, denn das Seifenkraut liebt Wärme und Licht.
Der Boden sollte mager und durchlässig sein, da die Pflanze als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Staunässe musst du unbedingt vermeiden; ein Platz in der Mauerritze oder im Kiesbeet ist ideal.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht nötig und würde die Standfestigkeit eher verschlechtern.
Nach der Hauptblüte im Frühsommer kannst du das Polster leicht zurückschneiden, um einen kompakten Wuchs zu fördern.
Die Vermehrung gelingt einfach durch Stecklinge im Sommer oder durch Aussaat.
Die Pflanze ist NM (Nicht-Mykorrhiza-bildend), sie benötigt also keine Pilzsymbiose an den Wurzeln.
Gute Partnerin: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) – beide teilen die Liebe zu extrem trockenen, sonnigen Felsstandorten.
Das Rote Seifenkraut (Saponaria ocymoides) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Es ist in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas heimisch und besiedelt dort bevorzugt kalkreiche Felshänge und Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Die Pflanze wächst niederliegend und bildet dichte Matten, wobei die Stängel oft rötlich überlaufen und klebrig behaart sind. Besonders markant sind die fünfzähligen Blüten mit ihrer langen Kelchröhre, die typisch für viele Vertreter dieser Pflanzenfamilie ist.
1 Video zu Rotes Seifenkraut

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →