
Saponaria officinalis
Auch bekannt als: Seifenwurz, Gebräuchliches Seifenkraut, Gewöhnliches Seifenkraut, Wachwurz
37
Arten
interagieren
81
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Echte Seifenkraut durch seine blassrosa bis weißen Blütenbüschel auf, die besonders in den Abendstunden einen intensiven, süßlichen Duft verströmen. Diese Staude ist ein echter Gewinn für deinen Naturgarten, da sie spezialisierten Nachtfaltern wie dem Windenschwärmer (Agrius convolvuli) lebenswichtigen Nektar bietet. Auch Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) oder der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besuchen die Blüten im Hochsommer regelmäßig. Mit ihren Wurzeln befestigt die Pflanze zudem lockerere Erdbereiche an Böschungen. Wenn du eine robuste, pflegeleichte Art mit Geschichte suchst, ist das Seifenkraut die richtige Wahl für dich.
Duftender Nacht-Magnet für Windenschwärmer und Taubenschwänzchen.
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Das Seifenkraut ist eine ökologische Tankstelle für spezialisierte Flieger. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) und der Windenschwärmer (Agrius convolvuli) von den tiefen Blütenröhren. Tagsüber bietet die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Da die Blütezeit von Juni bis August reicht, deckt sie die kritische Hochsommerphase ab. In den hohlen Stängeln und verblühten Fruchtständen finden verschiedene Insekten zudem einen geschützten Platz für die kalte Jahreszeit.
Das Echte Seifenkraut ist nicht kindersicher. Die gesamte Pflanze enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr zu Übelkeit führen und die Schleimhäute reizen können. Es besteht jedoch kaum Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen, da die Nelken-typische Blütenform sehr markant ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.51 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, damit die Pflanze kräftig blüht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; das Seifenkraut kommt als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gut mit normaler Gartenerde zurecht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Sei dir bewusst, dass die Pflanze über Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) Ausläufer bildet und sich so Ausbreitungsraum erobert.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im August kann eine schwächere Nachblüte anregen.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Im Winter zieht die Pflanze komplett ein; die trockenen Stängel kannst du als Winterschutz für Insekten bis zum Frühjahr stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide Arten teilen sich gerne sonnige Standorte und ergänzen sich in ihrer Wuchsform hervorragend.
Das Echte Seifenkraut (Saponaria officinalis) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz gilt es als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) und ist weit verbreitet. Man findet es bevorzugt an Flussufern, Wegrändern oder auf Schuttplätzen. Charakteristisch sind die lanzettlichen, gegenständigen Blätter (gegenüberliegend angeordnet) mit drei markanten Längsnerven und die fünfzähligen Blüten, deren Kelchblätter zu einer langen Röhre verwachsen sind.
30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © 2018 / Adobe Stock
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