Bild folgtKI-generierte IllustrationStachys germanica subsp. germanica
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Deutschen Ziest einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine weich behaarten, silbrig-grauen Blätter und die purpurfarbenen Blütenquirle sind unverwechselbar. Diese heimische Wildpflanze ist in der freien Natur leider selten geworden und steht auf der Roten Liste. In deinem Garten bietest du damit bedrohten Wildbienen wie der Heidehummel (Bombus jonellus) eine wertvolle Lebensgrundlage. Wenn du einen sonnigen Platz mit normalem Boden hast, machst du mit dieser Art alles richtig. Hol dir dieses Stück lebendige Naturgeschichte direkt vor die Terrasse.
Silberner Überlebenskünstler: Ein seltener Schatz für deine Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Deutsche Ziest eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen und Hummeln. Besonders die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) suchen die Blüten regelmäßig auf. Auch die seltener werdende Heidehummel (Bombus jonellus) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum) profitieren von den Beständen. Sogar Hosenbienen wurden als Besucher dokumentiert. Da die Art in der Natur gefährdet ist, fungiert jeder Garten als wichtiger Trittsteinbiotop für den Erhalt dieser Populationen.
Der Deutsche Ziest wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du beim Standort in der Nähe von Spielbereichen umsichtig sein solltest. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern. Die Pflanze selbst ist ungiftig, kann aber durch ihre starke Behaarung bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.52 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze kommt mit normalem Gartenboden gut zurecht (Mittelzehrer) und bevorzugt trockene Verhältnisse.
Pflanzzeit: Du kannst den Ziest idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Wasser: Einmal etabliert, benötigt er kaum zusätzliche Wassergaben.
Pflege: Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, da sie der Pflanze als Schutz dienen.
Symbiose: Er profitiert von AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza), die im Boden leben und die Nährstoffaufnahme fördern.
Kombinationspartner: Gute Nachbarn sind der Natternkopf (Echium vulgare) oder der Wiesensalbei (Salvia pratensis).
Ökologischer Grund: Diese Arten teilen den sonnigen Standortanspruch und erweitern das Nektarangebot für die gleichen Bestäuber.
Der Deutsche Ziest (Stachys germanica subsp. germanica) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor dem Jahr 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) und gilt heute in Deutschland als gefährdet (Rote Liste 3). Man findet ihn natürlicherweise auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an sonnigen Wegrändern. Die Pflanze ist meist zweijährig oder kurzlebig ausdauernd und bildet im ersten Jahr eine markante, filzige Blattrosette aus.
1 Video zu Deutscher Ziest

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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