Bild folgtKI-generierte IllustrationRabelera holostea
Auch bekannt als: Rabelera holostea, Große Sternmiere
13
Arten
interagieren
17
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren strahlend weißen, tief gespaltenen Blütenblättern fällt das Große Sternkraut (Rabelera holostea) sofort auf. Diese heimische Wildstaude ist ein wahrer Schatz für schattige Gartenbereiche, in denen viele andere Pflanzen aufgeben. Sie bietet Insekten wie der Gelbbeinigen Kielsandbiene (Andrena chrysoscelis) eine verlässliche Anlaufstelle in der Krautschicht. Auch der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) besucht die zarten Blüten regelmäßig auf seiner Suche nach Nahrung. Wenn du eine unkomplizierte Pflanze suchst, die Licht in dunkle Ecken bringt und gleichzeitig die Artenvielfalt fördert, ist dieses Nelkengewächs die richtige Wahl für dich.
Weiße Sternstunden im Schatten: Elf Monate Blühfreude für unsere Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Große Sternkraut eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Wildbienen. Besonders die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Gelbbeinige Kielsandbiene (Andrena chrysoscelis) fliegen die weißen Blüten gezielt an. Auch für Schmetterlinge wie den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) stellt die Pflanze eine wertvolle Tankstelle dar. Sogar spezialisierte Insekten wie die Blattwespe Tenthredo koehleri sind an ihr zu finden. Durch die extrem lange Blütezeit von Januar bis November bietet sie fast das ganze Jahr über Nahrung für die heimische Insektenwelt.
Das Große Sternkraut wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht geboten ist, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für die allgemeine Gartenarbeit sind keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jan – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Licht 4: Wähle einen schattigen Platz im Garten, idealerweise unter lichten Bäumen oder Sträuchern.
Feuchte 5: Halte den Boden frisch, das bedeutet mäßig feucht; die Erde sollte nie vollständig austrocknen.
Nährstoffe 5: Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung reicht völlig aus, da die Art ein Mittelzehrer ist.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 25 bis 30 Zentimeter Abstand, damit sich die lockeren Teppiche gut entwickeln können.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam; ein Rückschnitt nach der Hauptblüte fördert einen kompakten Wuchs.
Boden: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein; herkömmliche Gartenerde ist meist gut geeignet.
Gute Partnerin: Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – sie hat identische Standortansprüche und ergänzt das Sternkraut am Gehölzrand hervorragend.
Das Große Sternkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und Heckenränder, wo es auf frischen, also mäßig feuchten Böden gedeiht. Ein charakteristisches Merkmal sind die vierkantigen, zerbrechlichen Stängel, die der Pflanze im Volksmund auch den Namen 'Knackkraut' eingebracht haben. Botanisch ist sie als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) eingestuft und bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →