Bild folgtKI-generierte IllustrationHibiscus trionum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Stundenblume (Hibiscus trionum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren rahmweißen Blütenblättern und dem tiefvioletten Zentrum, das einen starken Kontrast bildet, ist sie eine echte Erscheinung. Im Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierte Schmetterlinge wie den Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) unterstützt. Auch der Afrikanische Monarch (Danaus chrysippus) profitiert von ihrem Angebot. Da die Pflanze nur kurz blüht, aber stetig neue Knospen bildet, bleibt sie über Wochen attraktiv. Wenn Du eine Vorliebe für filigrane Malvengewächse hast, die Dynamik in Deine Beete bringen, solltest Du dieser besonderen Art einen sonnigen Platz einräumen.
Exakt 0,46 Meter Eleganz: Die kurzlebige Schönheit für den Malven-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Stundenblume eine wichtige Nahrungsquelle für diverse Falterarten. Besonders der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) und der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) fliegen die Blüten an. Auch Wanderfalter wie die Ypsiloneule (Agrotis ipsilon) sowie Arten wie Carcharodus tripolinus und Coenonympha dorus nutzen das Nektarangebot. Eine interessante Symbiose zeigt sich bei den Ameisen: Sowohl die Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) als auch die Rotbärtige Servantameise (Formica rufibarbis) besuchen die Pflanze regelmäßig. Mit einem leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von 4.0487 mg verbreiten sich die Samen effizient durch den Wind und besiedeln so neue Freiflächen im Garten.
Bitte beachte, dass die Stundenblume als nicht kindersicher eingestuft wird. Da keine detaillierten Angaben zur Giftigkeit vorliegen, solltest Du beim Gärtnern mit kleinen Kindern vorsorglich auf direkten Verzehr achten. Im Falle von Unwohlsein nach Kontakt oder Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.464 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Ellenberg Naehrstoffe 7: Da sie ein Starkzehrer (nährstoffbedürftige Pflanze) ist, sollte der Boden gut mit Kompost vorbereitet sein.
Feuchte 5: Halte das Substrat frisch (mäßig feucht), vermeide jedoch Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabfluss).
Reaktion 7: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Bodenverhältnisse.
Pflanzzeit: Säe die Samen im April direkt ins Freiland oder setze vorgezogene Jungpflanzen aus, sobald kein Frost mehr droht.
Wuchshöhe: Mit exakt 0.46 m bleibt sie kompakt und eignet sich ideal für den vorderen Bereich von Rabatten.
Pflege: Da sie einjährig ist, solltest Du die verblühten Triebe im Garten belassen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Pflanzpartner: Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Standortansprüche hat und dieselben Bestäuber fördert.
Die Stundenblume gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) innerhalb der Ordnung der Malvenartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie vor allem in wärmebegünstigten Lagen auf Ruderalstandorten (durch menschliche Eingriffe geprägte Rohböden) und Ackerflächen zu finden. Morphologisch auffällig ist der kelchartig aufgeblasene Fruchtstand, der nach der kurzen Blütezeit die Samen umhüllt. Als krautige, nicht verholzte Pflanze ist sie ein klassischer Therophyt (eine einjährige Pflanze, die den Winter als Samen im Boden überdauert) und passt sich hervorragend an lückige Vegetationsstrukturen an.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →