Bild folgtKI-generierte IllustrationSymphyotrichum novae-angliae
Auch bekannt als: Raublatt-Aster, Neuengland-Aster
28
Arten
interagieren
53
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Raublatt-Herbstaster (Symphyotrichum novae-angliae) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren leuchtenden Korbblüten (Blütenstände mit vielen Einzelblüten) und den charakteristisch rau behaarten Blättern ist sie ein Fixstern im herbstlichen Garten. Als wertvoller Spätblüher bietet sie wichtige Nahrung, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene und Falter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzen das späte Angebot intensiv. Auch für spezialisierte Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule ist sie eine wichtige Ressource. Wenn du also bis in den November hinein ein lebendiges Summen in deinen Beeten erleben möchtest, solltest du dieser robusten Staude einen Platz einräumen. Sie ist die ideale Wahl für dich, um die biologische Vielfalt im Garten nachhaltig zu stärken.
Späte Blütenpracht: Die lebenswichtige Nektartankstelle bis in den November hinein.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Aster eine der wichtigsten Tankstellen für Insekten im Spätjahr. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene steuert die Blüten regelmäßig an, um letzte Vorräte zu sammeln. Auch Feldwespen nutzen das reichhaltige Nektarangebot an sonnigen Herbsttagen. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) stellt sie eine lebensnotwendige Energiequelle vor der Überwinterung dar. Sogar spezialisierte Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule und die Baumwoll-Sonneneule profitieren von ihrer Anwesenheit. Die Ausbreitung erfolgt effizient über den Wind, da die winzigen Samen mit einem Gewicht von nur 0.5407 mg als leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) weite Strecken zurücklegen können. So trägt die Pflanze zur Vernetzung von Lebensräumen bei.
Die Raublatt-Herbstaster wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass vor allem kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Sollten dennoch Pflanzenteile verschluckt werden, ist der Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240 zur fachlichen Beratung erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Sep – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.885 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Ellenberg Feuchte 5: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber dauerhafte Staunässe.
Ellenberg Nährstoffe 8: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie im Frühjahr eine gute Gabe Kompost.
Ellenberg Reaktion 7: Ein kalkhaltiger / basischer Boden fördert die Vitalität dieser Aster.
Wuchshöhe: Plane genau 0.88 m Platz in der Höhe ein, idealerweise im mittleren Bereich des Beetes.
Pflanzzeit: Setze die Aster im Frühjahr zwischen April und Mai oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Pflege: Schneide die verblühten Stängel erst im späten Winter zurück, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks alle paar Jahre verjüngt die Pflanze und erhält die Blühfreude.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige, nährstoffreiche Böden und ergänzt das Farbspektrum hervorragend.
Die Raublatt-Herbstaster gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales) ein fester Bestandteil vieler Gärten. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, gilt sie in Deutschland und Österreich mittlerweile als etablierter Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingewandert ist). Sie wächst als krautige Pflanze, die nicht verholzt und jedes Jahr frisch aus dem Wurzelstock austreibt. Typisch für diese Art sind die breitblättrigen, wechselständigen Blätter, deren raue Textur ihr den Namen gab. In der Natur besiedelt sie bevorzugt frische, nährstoffreiche Standorte in voller Sonne.
24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →