Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopecurus arundinaceus
Auch bekannt als: Alopecurus arundinaceus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Rohr-Fuchsschwanz (Alopecurus arundinaceus) durch seine dichten, walzenförmigen Blütenstände, die wie weiche Pelzschwänze über dem Laub stehen. Als Biologe schätze ich dieses Gras besonders, da es in Deutschland auf der Roten Liste steht und somit eine echte Rarität für deinen Garten ist. Es dient als lebenswichtige Futterpflanze für seltene Schmetterlinge wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Wenn du eine feuchte Stelle in deinem Garten hast, ist dieses Gras die perfekte Wahl, um aktiv zum Artenschutz beizutragen. Trau dich ruhig an dieses heimische Wildgras heran und schaffe einen Rückzugsort für bedrohte Wiesenbewohner.
Rettungsanker für Dickkopffalter: Das gefährdete Gras für deinen Feuchtgarten.
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Dieses Gras ist ein wahrer Magnet für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) unmittelbar von seiner Anwesenheit. Auch seltenere Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) nutzen ihn als Lebensraum. Zudem lebt das Gras in einer engen Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), welche die Nährstoffaufnahme optimieren und die Bodenqualität verbessern. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände eine wertvolle Nahrungsquelle für heimische Vögel.
Der Rohr-Fuchsschwanz gilt laut Datenbank nicht als kindersicher. Dies liegt vor allem an den scharfen Kanten der Blätter, an denen man sich bei unvorsichtigem Hantieren kleine Schnittwunden zuziehen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Fuchsschwanz-Blütenstände praktisch nicht. Das Gras selbst ist ungiftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.76 m
Standort: Dieses Gras liebt die volle Sonne und entfaltet dort seine ganze Pracht.
Boden: Ideal ist ein frischer Boden, was in der Fachsprache eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit bedeutet – er sollte also nie ganz austrocknen.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt er mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben bestens zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er Ausläufer bildet, braucht er etwas Platz; im Spätwinter schneidest du die alten Halme zurück.
Vermehrung: Eine Teilung der Wurzelstöcke im Frühjahr ist unkompliziert möglich.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). Beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Gespann für heimische Insekten.
Der Rohr-Fuchsschwanz gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine in Deutschland heimische Art, die als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanze) oder indigen gilt. Sein natürlicher Lebensraum umfasst frische bis feuchte Standorte, oft in der Nähe von Flussauen oder auf wechselfeuchten Wiesen. Mit seinen unterirdischen Ausläufern (Rhizomen) bildet er stabile Bestände und erreicht eine stattliche Höhe. Botanisch ist er eng mit dem gewöhnlichen Wiesenfuchsschwanz verwandt, unterscheidet sich aber durch seine Robustheit und die spezifischen Standortansprüche im Feuchtbereich.
1 Video zu Rohr-Fuchsschwanz

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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