Bild folgtKI-generierte IllustrationAmelanchier lamarckii
Auch bekannt als: Kanadische Felsenbirne
30
Arten
interagieren
30
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem kupferfarbenen Blattaustrieb, der zusammen mit den weißen Blütentrauben im Frühling erscheint, lässt sich die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) sofort erkennen. Dieser mehrstämmige Strauch ist ein echtes Multitalent für deinen Garten, da er nicht nur prächtig blüht, sondern im Spätsommer dunkle Früchte trägt. Für die ökologische Vielfalt ist sie wertvoll, da ihre Blätter als Nahrung für die Raupen des Wollafters (Eriogaster lanestris) dienen. Zudem finden Vögel wie das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) hier einen sicheren Rückzugsort. Wenn du einen pflegeleichten Blickfang suchst, der das ganze Jahr über Leben in den Garten bringt, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Vogelbuffet und Farbspektakel: Die Heimat für Wollafter und Rotkehlchen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieser Strauch eine wichtige Lebensgrundlage für verschiedene Tierarten. Besonders hervorzuheben ist seine Funktion als Raupenfutterpflanze für den Wollafter (Eriogaster lanestris), einen selten gewordenen Nachtfalter. Im Spätsommer verwandelt sich der Strauch in eine wertvolle Futterstation für Vögel. Die Früchte werden unter anderem von der Wacholderdrossel (Turdus pilaris), der Misteldrossel (Turdus viscivorus) und dem Grünfink (Chloris chloris) geschätzt. Auch die Blaumeise (Cyanistes caeruleus) und das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) zählen zu den regelmäßigen Gästen in der Krone, um nach Nahrung zu suchen oder Schutz zu finden.
Die Kupfer-Felsenbirne wird in Bezug auf die Kindersicherheit kritisch bewertet. Während das Fruchtfleisch für Vögel eine Delikatesse ist, enthalten die kleinen Samen im Inneren der Beeren Stoffe, die bei übermäßigem Verzehr und Zerkauen problematisch sein können. In Haushalten mit kleinen Kindern ist daher eine gewisse Umsicht ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.95 m
Die Kupfer-Felsenbirne ist ein dankbarer Gast, der sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten wohlfühlt. An den Boden stellt sie keine hohen Ansprüche, solange er durchlässig ist und keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) entsteht. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, sofern der Boden frostfrei ist. Da sie eine VAR-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) ausbildet, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben; auf Kunstdünger solltest du daher verzichten. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze von Natur aus eine harmonische Krone bildet. Zur Vermehrung eignen sich am besten Stecklinge im Frühsommer. Als heimische Begleitpflanze empfehle ich den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna). Beide gehören zur selben Familie und bieten zusammen eine lückenlose Abfolge von Blüte und Fruchtschmuck für die heimische Tierwelt.
Die Kupfer-Felsenbirne gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird botanisch der Gattung der Felsenbirnen zugeordnet. Obwohl sie ursprünglich als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) aus Nordamerika zu uns kam, gilt sie in Deutschland und Österreich mittlerweile als etabliert und nicht gefährdet. Sie wächst meist als großer Strauch oder kleiner Baum und bildet eine VAR-Mykorrhiza (eine vorteilhafte Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen im Boden) aus. Typisch sind die wechselständig angeordneten Blätter, die sich im Herbst leuchtend orange bis rot verfärben.
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
26 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →