Bild folgtKI-generierte IllustrationSylvia borin (Boddaert, 1783)
Boddaert, 1783
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Die Gartengrasmücke (Sylvia borin) ist ein etwa fingerlanger, unauffällig graubraun gefärbter Vogel, dessen klangvoller, flötender Gesang oft aus dem dichtesten Gebüsch erklingt. Als Insektenfresser sucht sie im Frühjahr emsig nach kleinen wirbellosen Tieren, stellt ihre Ernährung im Spätsommer jedoch teilweise auf Beeren um. Du kannst sie in Deinem Garten dabei beobachten, wie sie Früchte der Roten Johannisbeere, Himbeere oder der Samt-Brombeere verzehrt. Auch die Beeren des Blutroten Hartriegels, der Rotbeerigen Zaunrübe und der Gewöhnlichen Eibe dienen ihr als wichtige Kraftquelle. Als Freibrüter (Vogel, der sein Nest offen in Zweigen baut) errichtet sie ihr Napfnest gut versteckt in bodennahen, dichten Hecken oder im Unterholz. Dieser Singvogel ist ein ausgeprägter Langstreckenzieher (Vogel, der über 4.000 Kilometer bis nach Afrika wandert) und kehrt meist erst im Mai zu uns zurück. Da sie keine Nistkästen nutzt, kannst Du ihr helfen, indem Du dichte Strauchstrukturen und heimische Gehölze wie die Kultur-Birne oder die Felsenkirsche (Prunus padus subsp. borealis) erhältst. Ein naturnaher Garten ohne Pestizide sichert zudem die Versorgung mit Insekten für ihre Jungen.
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Die Gartengrasmücke ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Während der Brutzeit darfst Du ihre Nester keinesfalls stören und Heckenrückschnitte sind gesetzlich untersagt. Achte darauf, dass Katzen in der Zeit, in der die Jungvögel flügge werden, keinen Zugang zu den Brutplätzen haben.
Die Gartengrasmücke gehört zur Familie der Grasmückenartigen (Sylviidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sie ist in ganz Mitteleuropa heimisch und besiedelt bevorzugt Landschaften mit viel Unterholz und schattigen Gebüschen. Im Vergleich zu ihren Verwandten ist sie die am schlichtesten gefärbte Art ohne auffällige Kopfzeichnung oder Augenringe. Ihre Lebensweise ist ausgesprochen heimlich, weshalb sie trotz ihrer weiten Verbreitung oft eher gehört als gesehen wird.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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