Bild folgtKI-generierte IllustrationPhoenicurus ochruros (S.G.Gmelin, 1774)
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Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) ist etwa sperlingsgroß, trägt ein rußgraues Gefieder und ist sofort an seinem ständig zitternden, rostorangen Schwanz zu erkennen. In Deinem Garten bemerkst Du ihn oft auf dem Dachfirst oder einer Mauer sitzend, von wo aus er seinen kratzigen Gesang vorträgt. Als Insektenfresser ernährt er sich primär von wirbellosen Kleintieren, bereichert seinen Speiseplan aber auch mit Früchten. In Deinem Garten steuert er gezielt Pflanzen wie den Roten Holunder, die Elsbeere oder die Wald-Erdbeere an. Er ist ein klassischer Nischenbrüter (Vogel, der in geschützten Vertiefungen brütet) und nutzt gerne Mauerspalten oder Balken an Gebäuden für sein Nest. Da er ein Kurzstreckenzieher (Vogel mit kurzem Wanderweg) ist, kehrt er oft schon früh im Jahr aus dem Mittelmeerraum zurück. Du kannst ihn fördern, indem Du am Haus spezielle Nistkästen in Form von Halbhöhlen (Nistkästen mit einer großen Einflugöffnung) anbringst. Auch das Belassen von Wildfrüchten wie der Samt-Brombeere oder dem Wolligen Schneeball hilft ihm bei der Energieaufnahme. Ein naturnaher Garten ohne chemische Gifte bietet ihm die nötige Lebensgrundlage. Besonders im Februar solltest Du die Nistplätze kontrollieren, bevor die Reviersuche beginnt.
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Wie alle heimischen Singvögel steht der Hausrotschwanz unter allgemeinem Artenschutz, weshalb Du besetzte Nester während der Brutzeit nicht stören oder entfernen darfst. Verwechslungsgefahr besteht am ehesten mit dem Gartenrotschwanz, der jedoch eine deutlich hellere, orangefarbene Unterseite besitzt.
Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) gehört zur Familie der Schnäpperverwandten (Muscicapidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Ursprünglich ein Bewohner von Gebirgsregionen, hat er sich als Kulturfolger (Tier, das menschliche Siedlungen als Lebensraum nutzt) weit über Mitteleuropa verbreitet. Er lässt sich vom verwandten Gartenrotschwanz durch sein deutlich dunkleres Gefieder und das Fehlen der rostbraunen Brust gut unterscheiden. Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt felsähnliche Strukturen in menschlichen Siedlungen.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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