Bild folgtKI-generierte IllustrationAnacamptis pyramidalis
Auch bekannt als: Pyramidenorchis, Spitzorchis, Kammstendel, Kamm-Hundswurz, Pyramidenstendel, Pyramiden-Hundswurz
21
Arten
interagieren
41
Interaktionen
dokumentiert
An ihren dicht gedrängten, pyramidenförmigen Blütenständen in leuchtendem Purpurrosa lässt sich die Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) sofort erkennen. Diese heimische Orchidee ist ein Juwel für den Naturgarten, da sie spezialisierten Insekten eine wertvolle Energiequelle bietet. Besonders Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) oder der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) suchen die nektarreichen Blüten gezielt auf. Da sie auf nährstoffarmen Böden gedeiht, ist sie ein wichtiger Anzeiger für ökologische Vielfalt in deiner Grünanlage. Wenn du der Natur etwas Gutes tun willst, biete dieser geschützten Schönheit einen Platz in deinem Garten an.
Heimische Orchideenpracht: Ein purpurner Magnet für seltene Tagfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Hundswurz eine wichtige Tankstelle für langrüsselige Insekten. Vor allem Tagfalter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) profitieren von dem verborgenen Nektar. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und Punktkäfer zählen zu den regelmäßigen Besuchern der purpurnen Blüten. Interessanterweise nutzen Jäger wie die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) die Blütenstände oft als Ansitz, um Beute abzufangen, was die Pflanze zu einem kleinen, in sich geschlossenen Ökosystem macht.
Die Hundswurz ist nicht als kindersicher eingestuft und sollte nicht verzehrt werden. Da sie zu den geschützten Orchideen gehört, ist sie ohnehin eher zum Betrachten als zum Anfassen gedacht. Es besteht kaum Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen, sofern man auf die markante Pyramidenform der Blüte achtet.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.35 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze benötigt kalkhaltige, magere Böden. Zu viel Dünger schadet ihr massiv.
Feuchtigkeit: Sie kommt mit trockenen bis frischen Böden gut zurecht (entspricht Ellenberg Feuchtezahl 3).
Pflanzzeit: Setze die Hundswurz von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Mähe die Fläche erst im Spätsommer ab August, damit die Samen ausreifen können.
Vermehrung: Sie versamt sich an geeigneten Stellen selbst, benötigt aber zwingend bestimmte Bodenpilze zum Keimen.
Wichtiger Hinweis: Wildentnahmen sind streng verboten; kaufe Pflanzen nur aus zertifizierten Gärtnereien.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist das Echte Labkraut (Galium verum). Beide teilen die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und fördern gemeinsam die Vielfalt der Blütenbesucher.
Die Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalk-Magerrasen (nährstoffarme, kalkhaltige Wiesen) und sonnige Böschungen. Charakteristisch ist der dichte, anfangs kegelförmige Blütenstand, der sich später zylindrisch streckt. Als Erdorchidee lebt sie in einer engen Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Pflanzenwurzel), was sie besonders standorttreu macht.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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