
Anemone nemorosa
Auch bekannt als: anémone des bois, Waldanemone, Hexenblume, Hexenblum
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Arten
interagieren
28
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Busch-Windröschen an seinen zarten, meist sechs- bis achtstrahligen weißen Blütensternen und den tief eingeschnittenen, dreiteiligen Blättern, die dichte Teppiche bilden. Als einer der ersten Frühlingsboten ist es eine unverzichtbare Energiequelle für früh fliegende Insekten wie die Waldhummel (Bombus sylvarum). Auch die seltene Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena punctulata) profitiert direkt von diesem Pollenangebot. Wenn du einen Platz unter lichten Laubgehölzen hast, ist diese Art der ideale Grundstein für einen naturnahen Schattenbereich. Mit ihr holst du dir die Magie eines Frühlingswaldes direkt vor die Haustür.
Weißer Blütenteppich: Die erste wichtige Kraftnahrung für die Waldhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Busch-Windröschen eine wichtige Futterpflanze für eine Vielzahl von Hautflüglern. Neben der Honigbiene (Apis mellifera) besuchen vor allem die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) die Blüten. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Heide-Filzbiene (Epeolus cruciger) und die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena punctulata) nutzen das frühe Angebot. Für die Schmetterlingswelt ist die Pflanze ebenfalls wertvoll: Sie dient als Raupenfutter für den Einfarbigen Waldrebenspanner (Horisme vitalbata). Da die Blütezeit laut Datenbasis von März bis in den September reicht, stellt sie über einen außergewöhnlich langen Zeitraum Ressourcen bereit.
Das Busch-Windröschen ist nicht kindersicher, da es in allen Pflanzenteilen giftig ist. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen (Hahnenfußdermatitis) hervorrufen. Achte beim Pflanzen darauf, Handschuhe zu tragen, und verhindere, dass Kinder Teile der Pflanze in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Standort: Ideal ist ein halbschattiger bis schattiger Platz, am besten unter sommergrünen Gehölzen.
Boden: Die Erde sollte frisch, humos (reich an zersetzter organischer Substanz) und kalkarm sein.
Pflanzzeit: Du kannst die Rhizome von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Lass das herabgefallene Laub im Herbst unbedingt liegen, es dient als Winterschutz und natürlicher Dünger.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich durch ihre Wurzelausläufer von selbst aus, wenn der Boden ungestört bleibt.
Wichtig: Da die Pflanze nach der Blüte oberirdisch einzieht, solltest du die Stelle im Sommer markieren, um sie nicht versehentlich zu behacken.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Haselwurz (Asarum europaeum) – beide teilen den Lebensraum unter Bäumen und ergänzen sich hervorragend in der Bodenabdeckung.
Das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es ist eine indigene (heimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz und besiedelt typischerweise krautreiche Laubmischwälder. Charakteristisch ist das unterirdisch kriechende Rhizom (ein waagerecht wachsender Erdspross), das als Speicherorgan dient. Die Pflanze nutzt die Lichtphase im Frühjahr vor dem Blattaustrieb der Bäume für ihre Entwicklung, wobei sie eine Wuchshöhe von etwa 10 bis 25 Zentimetern erreicht.
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14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Collpicto / Adobe Stock
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