Bild folgtKI-generierte IllustrationEpeolus cruciger (Panzer, 1799)
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Du erkennst die Heide-Filzbiene an ihrem markanten Muster aus weißen, filzartigen Haarflecken auf schwarzem Grund und ihren auffällig rötlich gefärbten Beinen. Diese kleine Wildbiene ist eine sogenannte Kuckucksbiene (eine Biene, die ihre Eier in die Nester anderer Bienen legt), weshalb sie selbst keinen Pollen für ihren Nachwuchs sammelt. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation. Ihre Eier legt sie in die Nester von Seidenbienen (Gattung Colletes), wo die Larve als Brutparasit (ein Organismus, der sich auf Kosten des Wirtes entwickelt) lebt. Im Frühling ist das Tier nicht aktiv, da die Flugzeit erst im August beginnt, wobei die Datenbank vereinzelt Besuche am Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) verzeichnet. Im Spätsommer und Herbst besucht sie zur Eigenversorgung Nektarquellen wie den Gewöhnlichen Dost (Origanum vulgare), das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) oder die Berg-Jasione (Jasione montana). Die Larve überwintert als Ruhelarve (ein Ruhestadium vor der Verpuppung) geschützt im unterirdischen Nest ihres Wirtes. Du kannst diese Art fördern, indem du sandige Bodenstellen für die Wirtstiere schaffst und spätblühende Wildkräuter wie das Große Flohkraut (Pulicaria dysenterica) im Garten belässt.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Heide-Filzbiene ist nicht aggressiv und zeigt kein Interesse an menschlicher Nahrung. Da alle Wildbienen unter allgemeinem Schutz stehen, solltest du sie lediglich beobachten und ihren Lebensraum nicht durch Umgraben sandiger Stellen stören.
Die Heide-Filzbiene (Epeolus cruciger) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie lebt als spezialisierter Brutparasit, der für seine Entwicklung auf die Nester von Seidenbienen angewiesen ist. Man erkennt sie an ihrer gedrungenen Form und dem rötlichen Schildchen (Scutellum, ein Teil des Brustrückens), das sie von anderen kleinen Bienen unterscheidet. Ihr Vorkommen ist meist an sandige Standorte oder Heidegebiete gebunden, in denen ihre Wirtstiere vorkommen.
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•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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