Bild folgtKI-generierte IllustrationAntirrhinum majus
Auch bekannt als: Großes Löwenmaul
19
Arten
interagieren
30
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Garten-Löwenmaul (Antirrhinum majus) durch seine namensgebenden Rachenblüten auf, die sich bei leichtem seitlichem Druck wie ein kleiner Mund öffnen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 ohne direktes Zutun des Menschen eingeführt wurde) ist sie eine wunderbare Ergänzung für den Naturgarten, da sie spezialisierten Insekten wie der Furchenbiene (Lasioglossum cupromicans) oder dem Altweltlichen Linienschwärmer (Celerio livornica) als wichtige Nahrungsquelle dient. Du holst dir damit eine robuste Pflanze in den Garten, die bis in den September hinein Farbe zeigt. Besonders spannend ist es zu beobachten, wie Hummeln geschickt die festen Blütenklappen aufdrücken, um an den Nektar zu gelangen.
Krafttankstelle für den Linienschwärmer: Blütenpracht von Juni bis September.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Garten-Löwenmaul eine wertvolle Raupenfutterpflanze für den Altweltlichen Linienschwärmer (Celerio livornica) sowie für die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule (Heliothis peltigera). Auch die erwachsenen Falter dieser Arten sowie die Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) nutzen die Blüten als Energiequelle. Unter den Wildbienen ist besonders die Furchenbiene (Lasioglossum cupromicans) als regelmäßiger Besucher zu nennen. Ebenso profitiert die Blattwespe (Athalia cordata) von dem Angebot. Durch die lange Blütezeit von Juni bis September bietet die Pflanze eine konstante Versorgung in der insektenreichen Sommerzeit.
Bitte beachte, dass das Garten-Löwenmaul nicht als kindersicher eingestuft wird, da es Inhaltsstoffe enthält, die bei Verzehr unzuträglich sein können. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist Vorsicht geboten. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.474 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten (Ellenberg Lichtwert 7: Sonne).
Boden: Die Pflanze bevorzugt einen normalen Gartenboden, der kalkhaltig bzw. basisch (Ellenberg Reaktionswert 7) sein sollte.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchtewert 4), ohne Staunässe zu erzeugen.
Nährstoffe: Ein Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Platzbedarf: Berücksichtige bei der Beetplanung die Endhöhe von exakt 0.47 m.
Pflege: Da das Löwenmaul nicht verholzt, kannst du Verblühtes regelmäßig ausschneiden, um den Neuaustrieb zu fördern.
Vermehrung: Lass im Herbst einige Kapseln zur Selbstaussaat stehen; die windflüchtigen Samen suchen sich ihren Platz.
Pflanzpartner: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine hervorragende Begleitpflanze, da er ebenfalls sonnige und kalkhaltige Standorte schätzt.
Das Garten-Löwenmaul gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als beständige Pflanzenart heimisch. In der freien Natur besiedelt die krautige Pflanze bevorzugt sonnige Standorte auf kalkhaltigen Untergründen. Charakteristisch ist ihre Wuchshöhe von genau 0.47 m sowie die breitblättrige Blattform. Eine morphologische Besonderheit sind die extrem leichten Samen mit einem Gewicht von nur 0.1291 mg, was der Art die Ausbreitung über weite Strecken durch den Wind ermöglicht.
3 Videos zu Garten-Löwenmaul



13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →