Bild folgtKI-generierte IllustrationApium graveolens
Auch bekannt als: Knollensellerie, Apium graveolens var. rapaceum
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Arten
interagieren
21
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist Sellerie (Apium graveolens) an seinen tief eingekerbten, glänzenden Blättern und dem markanten, würzigen Duft, den die ganze Pflanze verströmt. Da er auf der Roten Liste steht (Gefährdungsgrad 3), leistest du mit seinem Anbau einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders spezialisierte Insekten wie die Achteule (Lacanobia oleracea) nutzen ihn als wichtige Raupennahrung, während der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) die Blüten besucht. Wenn du also eine Pflanze suchst, die sowohl deine Küche bereichert als auch bedrohten Arten hilft, ist der Sellerie genau die richtige Wahl für dein Beet.
Gefährdete Wild-Schönheit, die den Schwalbenschwanz in deinen Garten lockt.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Sellerie eine unverzichtbare Futterpflanze für die Raupen der Achteule (Lacanobia oleracea). Auch die Saateule (Agrotis segetum) nutzt die Pflanze regelmäßig als Lebensraum. Während der Blüte im Juli wird er zum Anziehungspunkt für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon), der hier Nektar sucht. In den verzweigten Blütenstrukturen baut zudem die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) bevorzugt ihre Netze. Da die Art wild gefährdet ist, dient jede Pflanze im Garten als wichtiges Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum für wandernde Arten) für diese heimischen Tiere.
Beachte bitte, dass der Sellerie nicht als kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die bei Berührung und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung Hautirritationen hervorrufen können. Eine Verwechslung mit giftigen Wildpflanzen feuchter Standorte ist für Laien möglich, weshalb du im Garten nur auf sicheres Saatgut zurückgreifen solltest.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.57 m
Damit der Sellerie in deinem Garten gut gedeiht, solltest du ihm einen vollsonnigen Platz zuweisen. Der Boden muss für diesen Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) sehr gehaltvoll und fett sein, also am besten vor der Pflanzung mit reifem Kompost angereichert werden.
Standort: Vollsonnig und 'frisch' (das bedeutet mäßig feucht, die Erde sollte nie ganz austrocknen).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Achte auf eine gleichmäßige Wasserversorgung, da er keine Trockenheit verträgt.
Bodenpflege: Ein gelegentliches Lockern des Bodens fördert die Vitalität der Wurzeln.
Vermehrung: Die Aussaat erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr.
Winter: Lass die abgestorbenen Pflanzenteile über den Winter stehen, um Insekten Schutz zu bieten.
Kombination: Eine gute Nachbarin ist die Echte Kamille (Matricaria chamomilla). Beide bevorzugen nährstoffreiche Böden und die Kamille kann durch ihre Wurzelausscheidungen zur Pflanzengesundheit des Selleries beitragen.
Der Sellerie (Apium graveolens) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird dort als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (alteingesessene Pflanze) eingestuft. Er besiedelt natürlicherweise feuchte Standorte und gilt in der freien Natur mit der Einstufung 3 als gefährdet. Die Pflanze bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und schiebt im zweiten Jahr den hohen Blütentrieb empor. Er lebt in einer Mykorrhiza-Symbiose vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), bei der Wurzelpilze die Nährstoffaufnahme unterstützen. In seinem natürlichen Habitat bevorzugt er stets nährstoffreiche Verhältnisse.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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