Bild folgtKI-generierte IllustrationArundo stricta
Auch bekannt als: Arundo stricta
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren straff aufrechten, schmalen Halmen lässt sich Arundo stricta sofort erkennen. Dieses heimische Süßgras ist eine stille Heldin im Naturgarten, da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste (Stufe V - Arten, die merklich zurückgehen) steht. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) oder der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) sind auf solche Gräser als Lebensraum angewiesen. Wenn du feuchte Stellen im Garten hast, gibst du dieser bedrohten Art ein wichtiges Rückzugsgebiet. Du leistest damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer regionalen Artenvielfalt.
Wichtiger Rückzugsort für bedrohte Dickkopffalter an feuchten Gartenplätzen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Falter. Besonders die Gruppe der Dickkopffalter profitiert massiv: Der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola), der Bunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der seltene Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) nutzen das Gras zur Entwicklung. Auch Arten wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzbraune Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) sind hier zu finden. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme Schutz für Larven und die Samen dienen Vögeln als kleine Futterquelle.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind meist die scharfen Kanten der Grashalme, an denen sich spielende Kinder leicht schneiden können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, und das Gras selbst enthält keine bekannten Giftstoffe für Menschen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Bevorzugt feuchte bis nasse Bereiche, idealerweise in der Nähe eines Teichrandes oder in einer Sumpfzone.
Boden: Der Untergrund sollte humos und dauerhaft wasserführend sein; zeitweilige Staunässe wird gut vertragen.
Pflanzzeit: Setze das Gras idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt sollte erst im späten Winter erfolgen, um die Halme als Überwinterungsquartier für Insekten zu erhalten.
Vermehrung: Am einfachsten gelingt dies durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Mykorrhiza: Da die Pflanze eine Pilz-Wurzel-Verbindung (AM) nutzt, solltest du auf chemische Dünger verzichten, um diese natürliche Hilfe nicht zu schädigen.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Pflanze gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung Arundo. Sie ist im deutschsprachigen Raum indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt feuchte Moore und Verlandungszonen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren kompakten, horstbildenden Wuchs und die eher schmalen, unauffälligen Blütenrispen aus. Eine Besonderheit ist die arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Form der Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die der Pflanze hilft, in nährstoffarmen Umgebungen zu überdauern.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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