Bild folgtKI-generierte IllustrationAvenula pubescens
Auch bekannt als: Avenula pubescens
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Flafergras an seinen weich behaarten Blattscheiden und Halmen, die ihm eine fast flaumige, silbrig-matte Optik verleihen. In deinem Naturgarten ist dieses heimische Süßgras weit mehr als nur grünes Beiwerk, da es eine zentrale Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten bildet. Besonders der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) ist auf dieses Gras als Raupennahrung angewiesen. Auch für verschiedene nützliche Käferarten wie den Sechzehnfleckigen Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) bietet es einen wichtigen Lebensraum. Wenn du Struktur in deine Beete bringen und gleichzeitig die lokale Falterwelt unterstützen möchtest, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Samtige Halme für den Braunen Waldvogel: Struktur und Artenschutz im Halbschatten.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Dieses Gras ist eine wertvolle Kinderstube für die Schmetterlingswelt, da es als spezifische Raupenfutterpflanze für den Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus) dient. Neben Faltern profitieren zahlreiche Käferarten von der Struktur: Der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) sowie Laufkäfer wie der Schwarzglänzende Schnellläufer (Anchomenus dorsalis) und der Erz-Kanalläufer (Amara aenea) finden hier Schutz und Jagdgründe. Auch spezialisierte Arten wie der Schnellkäfer Hemicrepidius hirtus und das Getreidehähnchen (Oulema gallaeciana) besuchen die Pflanze. Die Samenstände bieten im Winter zudem eine natürliche Nahrungsquelle für heimische Vögel.
Bitte beachte, dass das Flafergras laut Datenbank nicht als uneingeschränkt kindersicher eingestuft wird. Die feinen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ährchen) können bei unvorsichtigem Kontakt oder Verschlucken mechanische Reizungen an Schleimhäuten verursachen. Die Pflanze selbst ist jedoch nicht giftig und stellt für Haustiere bei normalem Kontakt keine Gefahr dar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtanspruch (Lichtwert 6): Wähle einen Platz im Halbschatten oder in Bereichen, die nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sind.
Bodenfeuchte (Feuchtewert 4): Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide sowohl Staunässe als auch vollständiges Austrocknen.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; eine zusätzliche Düngung ist meist nicht erforderlich.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen, damit sich die Horste gut entwickeln können.
Pflege: Schneide die abgestorbenen Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, um Überwinterungsgäste zu schützen.
Vermehrung: Das Gras erhält sich durch moderate Selbstaussaat am passenden Standort meist von selbst.
Pflanzpartner: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine hervorragende Begleiterin, da sie ähnliche Standortansprüche teilt und einen schönen farblichen Kontrast bildet.
Das Flafergras (Avenula pubescens) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland und Österreich weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist frische Fettwiesen und Halbtrockenrasen (trockenwarme Standorte mit lückiger Vegetation). Man findet es oft auf neutralen bis schwach sauren Böden. Ein auffälliges morphologisches Merkmal ist die lockere Rispe (verzweigter Blütenstand) mit zwei- bis dreiblütigen Ährchen, die im Wind besonders grazil wirkt.
18 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →