Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus arvensis
Auch bekannt als: Bromus arvensis
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Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Acker-Trespe sind ihre weich herabhängenden Rispen (verzweigte Blütenstände), die im Wind wunderschön wippen. Als ehemaliges Ackerbeikraut ist sie heute selten geworden und steht auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Im Naturgarten ist sie eine wichtige Futterquelle für spezialisierte Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Mit ihrer Anpflanzung leistest du einen echten Beitrag zum Erhalt unserer bäuerlichen Kulturlandschaft. Hol dir dieses Stück lebendige Geschichte in deinen Garten.
Rarität vom Ackerrand: Filigraner Futterplatz für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Komponente für unsere Schmetterlingsfauna. Besonders Dickkopffalter wie der Buntfarbige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen sie. Auch selteneren Arten wie dem Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) dient sie als Lebensgrundlage. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme mit ihren Samen eine wichtige Nahrungsreserve für heimische Singvögel. Durch die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben.
Die Acker-Trespe ist ungiftig, wird aber als nicht kindersicher geführt. Das liegt an den langen Grannen (borstige Fortsätze an den Grassamen), die an Kleidung oder Fell haften und bei direktem Kontakt unangenehm pieksen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Gräsern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Die Acker-Trespe ist recht unkompliziert, wenn man ihre Vorlieben kennt.
Standort: Sie liebt die volle Sonne und gedeiht am besten an hellen Plätzen.
Boden: Ein frischer Boden (mäßig feucht) ohne Staunässe ist ideal.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie normale Gartenerde ohne zusätzliche Düngung.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen oder setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie oft nur einjährig lebt, solltest du die Samenstände im Spätsommer ausreifen lassen, damit sie sich selbst versäen kann.
Kombination: Eine wunderbare Partnerin ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas). Beide teilen den Lebensraum des klassischen Ackers und ergänzen sich optisch durch das filigrane Gras und die leuchtend roten Blüten.
Die Acker-Trespe (Bromus arvensis) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Sie siedelt bevorzugt auf nährstoffreichen, oft kalkhaltigen Böden an Wegrändern oder auf Äckern. Die Pflanze wächst ein- bis zweijährig und bildet lockere Horste (büschelartiger Wuchs) mit fein behaarten Blättern. Ihre filigranen Ährchen (Teilblütenstände) sind ein charakteristisches Merkmal dieser Art, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist.
3 Videos zu Acker-Trespe



38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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